Donnerstag, 12. Februar 2026
Maspalomas24h
Immobilienmarkt: Madrid versetzt dem Schwarzmarkt im Süden Gran Canarias einen schweren Schlag.

Immobilienmarkt: Madrid versetzt dem Schwarzmarkt im Süden Gran Canarias einen schweren Schlag.

YURENA VEGA - M24H Mittwoch, 04. Februar 2026

Das Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung (MIVAU) hat die erste umfassende digitale Bereinigung des spanischen Beherbergungsmarktes durchgeführt, die sich direkt auf den Immobilienmarkt im Süden Gran Canarias auswirkt. Laut offiziellen Daten des neu eingerichteten digitalen Portals hat die Regierung die sofortige Löschung der Angebote für 1.056 Immobilien in San Bartolomé de Tirajana angeordnet, die nach dem Widerruf ihrer Registrierungsanträge illegal betrieben wurden.

Diese strukturelle Anpassung katapultiert Gran Canarias wichtigste Touristengemeinde unter die „Top 10“ der nationalen Säuberungsmaßnahmen und rangiert auf Platz acht einer Liste von Unregelmäßigkeiten, angeführt von Madrid und Barcelona. Diese Zahl ist nicht bloß eine Verwaltungsstatistik; sie spiegelt einen plötzlichen Rückgang des Unterkunftsangebots in kritischen Gebieten wie Playa del Inglés und Maspalomas wider, wo die fließenden Grenzen zwischen Wohn- und Tourismusnutzung jahrzehntelang eine Schattenwirtschaft befeuert haben – eine Wirtschaft, die nun frontal mit EU-Vorschriften kollidiert.

Die Disziplin der Einzelregistrierung

Die Einführung des obligatorischen Registrierungsgesetzes, das vom Grundbuchamt verwaltet wird, hat als beispielloser Transparenzfilter für Kapitalflüsse auf dem kanarischen Immobilienmarkt gewirkt. Von den landesweit über 86.000 als illegal gemeldeten Immobilien zeigt der Fokus auf den Süden der Insel, dass Eigentümer sich den neuen Planungsstandards widersetzen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung (MIVAU) und digitalen Plattformen verpflichtet diese, als eine Art Marktüberwachung zu fungieren und Immobilien zu entfernen, die die gesetzlichen Bestimmungen nicht erfüllen.

Anders als in Madrid, wo 83 % der betrügerischen Anträge als Saisonvermietungen getarnt sind, folgen die meisten abgelehnten Anträge im Süden Gran Canarias weiterhin dem reinen touristischen Ausbeutungsmodell. Dieses Phänomen belastet die Rentabilität kleiner und mittlerer Investoren, die bis Juli 2025 in einer regulatorischen Grauzone agierten, die durch das zentrale Antragsportal endlich geschlossen wurde.

Offizielle Statistiken zeichnen ein besorgniserregendes Bild der Nichteinhaltung von Vorschriften im gesamten Archipel. San Bartolomé de Tirajana führt die regionale Liste mit 1.056 Widerrufen an, doch der Süden Teneriffas liegt nicht weit dahinter. Adeje (1.019) und Arona (942) bilden ein Dreieck, das die Rechtssicherheit des Sektors gefährdet. Dieses harte Durchgreifen sendet ein klares Signal an Investmentfonds und REITs: Die Ära der Nachsicht bei der Vermietung von Ferienunterkünften auf den Kanarischen Inseln ist unter dem Druck der EU beendet.

Die unmittelbare Folge wird eine Kapitalverschiebung hin zu Anlagen sein, die die Einhaltung von Vorschriften gewährleisten, was voraussichtlich den Wert traditioneller Hotelanlagen und regulierter Betriebsstätten steigern wird. Kurzfristig könnte die Streichung dieser über tausend Angebote im Süden Gran Canarias den Wohnungsmietmarkt etwas entlasten, allerdings auf Kosten einer geringeren unmittelbaren Liquidität, die durch den Wegfall des direkten Besucherstroms in den Nicht-Hotelsektor generiert wird.

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