Donnerstag, 12. Februar 2026
Maspalomas24h
Blackstone bestätigt den Verkauf seiner Hotels im Süden von Gran Canaria, wie Maspalomas24H berichtet.

Blackstone bestätigt den Verkauf seiner Hotels im Süden von Gran Canaria, wie Maspalomas24H berichtet.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Freitag, 16. Januar 2026

Im Schachspiel des Großkapitals hat sich das Spielfeld der Kanarischen Inseln gerade grundlegend verändert. Blackstone, der amerikanische Gigant, der keinen Zug macht, ohne den Gewinn pro Quadratmillimeter zu berechnen, prüft den Verkauf seiner Hotelanlagen im Süden von Gran Canaria, wie Maspalomas24H berichtete; doch am Donnerstag gab es eine neue Entwicklung: Atlántico Hoy berichtet, dass der Verkauf im Rahmen einer Demontage erfolgen könnte.Konkret geht es um eine teilweise Ausgliederung, die die Hotelbesitzlandschaft auf den Kanarischen Inseln grundlegend verändern könnte. Der Plan ist ebenso präzise wie ambitioniert: Die Vermögenswerte auf den Kanarischen Inseln sollen von der Hotel Investment Partners (HIP)-Plattform getrennt werden, um ein neues, unabhängiges Unternehmen zu schaffen, das zum Verkauf oder Börsengang bereit ist.

Die Logik hinter diesem Schritt ist rein finanzieller Natur. HIP ist zu groß geworden, um als Ganzes übernommen zu werden. Mit 70 Hotels und 22.000 Zimmern in Südeuropa haben Singapurs Staatsfonds (GIC) und Blackstone erkannt, dass Investoren heute lokale Angebote internationalen Angeboten vorziehen. Die Kanarischen Inseln mit ihren Rekordauslastungsraten und ihrer Klimaresistenz sind der attraktivste Teil dieses Portfolios. Indem Blackstone die Hotels des Archipels separat verkauft, verkauft das Unternehmen nicht nur Sonnenschein, sondern einen garantierten Cashflow, der nicht mehr von den Unsicherheiten in Italien oder Portugal abhängt.

Im Süden Gran Canarias umfasst das Herzstück dieses potenziellen neuen Projekts leistungsstarke Objekte wie das Barceló Margaritas und das Corallium Dunamar sowie die IFA-Hotelkette, darunter das Catarina. In diesen Häusern hat der Fonds bereits die Vorarbeit geleistet: eine Investition von 600 Millionen Euro in die Neupositionierung, die zu einer Aufwertung und damit zu einer Wertsteigerung geführt hat. Blackstone bietet Investoren nicht nur Gebäude, sondern auch Managementverträge mit etablierten Hotelketten wie Hyatt, Marriott, Meliá und Lopesan. Der Fonds besitzt das Grundstück und die Infrastruktur; die Hotelketten servieren die Getränke, aber Blackstone streicht die Gewinne aus dem Grundstücksverkauf ein.

Diese strategischen Manöver in den oberen Rängen der Finanzwelt haben klare Auswirkungen auf den lokalen Markt: Die Kanarischen Inseln sind nicht länger nur ein Urlaubsziel, sondern ein eigenständiger Wirtschaftszweig für die Kapitalmärkte. Durch die Konsolidierung von Vermögenswerten im Süden Gran Canarias bereitet Blackstone ein Finanzprodukt vor, das neue Staatsfonds oder institutionelle Anleger anziehen könnte, die in Zeiten volatiler Zinsen Sicherheit suchen.

Das Paradoxon ist faszinierend. Während über die Begrenzung von Immobilienkäufen und die Marktsättigung debattiert wird, fallen in Büros in New York und Singapur Entscheidungen, die Kanarischen Inseln seien ein so wertvolles Gut, dass sie einen eigenen Börsengang verdienten. Die Auflösung von HIP ist kein Rückzug von Blackstone, sondern der Höhepunkt einer Strategie zur Ausschöpfung des absoluten Wertes. Die Inseln exportieren nicht mehr nur Tourismus, sondern auch Finanzunternehmen, die von den größten Vermögensverwaltern der Welt übernommen werden können.

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