Vergessen Sie die Romantik der Dünen und das Rauschen der Wellen; der wahre Puls des südlichen Gran Canaria wird heute in Hertz und elektronischen Transaktionen gemessen. Die neuesten Daten des Tourismusverbands von Gran Canaria zu internationalen Ausgaben an POS-Terminals zeigen eine Finanzmaschine, die niemals stillsteht und Sonnenschein in einen unaufhörlichen Strom von Bankeinzahlungen verwandelt. Allein in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana hat die Schar internationaler Besucher unglaubliche 1.805.001 verschiedene Kreditkarten eingesetzt und damit geschätzte Ausgaben von 101.041.496,96 € generiert. Bei einem durchschnittlichen Transaktionswert von 41,69 € wird deutlich, dass die Wirtschaft des Südens von einem ständigen Strom kleiner und mittlerer Vergnügungen getragen wird, die sofort abgerechnet werden.
Die Analyse nach Nationalität zeichnet ein Bild der europäischen Konsumlandschaft. Obwohl Großbritannien mit 355.762 Karten die höchste Kartenanzahl aufweist, ist die Ausgabeneffizienz überraschend gering: Mit durchschnittlich nur 32,20 € pro Karte und einem Gesamtvolumen von 16,53 Millionen € verzeichnet Großbritannien den niedrigsten Wert aller großen Märkte. Ganz anders sieht es in Deutschland aus: Mit weniger Karten als die Briten (312.619) haben die Deutschen die größte Kapitalisierung des Marktes erreicht und dank eines deutlich höheren Durchschnittsvolumens von 51,53 € 22.583.253,64 € investiert. Ein Sieg für angesparte Ersparnisse über unstrukturierten Konsum.
Die Niederlande folgen dem Beispiel der großen Tourismusnationen und festigen ihre Position als drittgrößter Marktführer im Süden. Sie verarbeiten 243.657 Karten und generieren Ausgaben in Höhe von 13,26 Millionen Euro mit einem durchschnittlichen Transaktionswert von 36,24 Euro. Der nordische Block, traditionell eine tragende Säule des Wintertourismus auf den Kanarischen Inseln, zeigt sich derweil fast militärisch geschlossen: Norwegen und Schweden tragen 130.664 bzw. 116.462 Karten bei, mit durchschnittlichen Transaktionswerten, die kaum zwischen 34,01 Euro und 33,74 Euro schwanken. Belgiens Effizienz ist bemerkenswert: Mit nur 69.961 Karten erzielt das Land Ausgaben von über 5 Millionen Euro, angetrieben von einem durchschnittlichen Transaktionswert von 49,18 Euro – dem zweithöchsten Wert nach Deutschland unter den großen Nationen.
Am Rande dieses Ausgabenrausches finden wir Frankreich mit 81.889 Karten und Ausgaben in Höhe von 4,38 Millionen Euro (durchschnittlicher Transaktionswert: 43,27 Euro) sowie den aufstrebenden italienischen Markt, der mit 75.274 Karten 3,57 Millionen Euro an lokalen POS-Transaktionen generiert hat (durchschnittlicher Transaktionswert: 38,58 Euro). Finnland sticht hervor: Trotz 77.388 genutzter Karten weist es mit nur 26,23 Euro den niedrigsten durchschnittlichen Transaktionswert im Bericht auf. Die Sammelkategorie „Sonstige Länder“ ist schließlich der eigentliche Umsatztreiber: Mit einem Rekorddurchschnittswert von 62,98 Euro und 285.747 Karten trägt diese Gruppe fast zusätzliche 18 Millionen Euro bei und bestätigt damit, dass die wahre Goldgrube für den Süden in weniger konventionellen Märkten liegen könnte – Märkten, die deutlich bereiter sind, ihre Karten ohne Zögern einzusetzen.











