Der Süden Gran Canarias festigte Ende November 2025 seine Position als wirtschaftliches Zentrum des Tourismus im Archipel. Laut den neuesten Rentabilitätsindikatoren hat sich die südliche Tourismusregion Gran Canarias mit einer Auslastung von 78,0 % (Daten von ISTAC und Promotur) als landesweit führend etabliert. Damit liegt die Region über dem Durchschnitt des Archipels, der in einem November voller Kontraste eine Gesamtauslastung von 88,72 % verzeichnete.
Ein Gigant mit goldenen Füßen: Maspalomas und Mogán gehen als Spitzenreiter in Sachen Auslastung in Spanien ins Jahr 2026 (78 %), doch dieses Modell basiert auf einem Anstieg des durchschnittlichen Hotelpreises um 4,7 %. Mit Umsätzen, die das Niveau vor der Pandemie von 2019 bereits deutlich übertreffen (damals beliefen sich die Einnahmen im November auf 359 Millionen Euro, verglichen mit aktuell 555 Millionen Euro), beweist der Süden Gran Canarias, dass seine Marke unschlagbar bleibt, solange der Markt bereit ist, den höheren Preis für kanarische Qualität zu zahlen.
Die wirtschaftliche Stärke des Südens spiegelt sich im Ergebnis wider. Die gesamten Beherbergungseinnahmen der Kanarischen Inseln stiegen im November auf 555 Millionen Euro, was einem Anstieg von 3,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Dieser Anstieg ist nicht auf eine höhere Gästezahl zurückzuführen, sondern auf eine in diesem Zeitraum umgesetzte Preisstrategie. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) in Hotels erreichte 148,20 Euro, ein deutlicher Anstieg gegenüber 130,78 Euro im Jahr 2023. Die durchschnittliche Rentabilität lag bei 117,94 Euro und setzte damit ihren Aufwärtstrend fort, der den leichten Rückgang der Gesamtzahl der Übernachtungen kompensierte.
Im Bereich der Unterkünfte außerhalb von Hotels zeigt sich der Süden Gran Canarias ungewöhnlich dynamisch. Während die Gesamtzahl der Betten in Ferienwohnungen tendenziell rückläufig ist, erreichte die Auslastung in diesem Segment im November beachtliche 84,51 %. Auch die Umsätze in diesem Sektor stiegen regional um 5,3 % und erhöhten das Monatsergebnis um 97 Millionen Euro. Der Durchschnittspreis für eine Ferienwohnung im Süden liegt aktuell bei 96,64 Euro und damit 6,6 % höher als im Vorjahr. Dies deutet auf eine zunehmend hohe Eintrittsbarriere für Familien im Tourismus hin.
Trotz dieser beeindruckenden Zahlen birgt der Bericht vom November eine Warnung: Die Gesamtzahl der Übernachtungen auf den Inseln ging um 2,37 % zurück. Der Süden Gran Canarias erwirtschaftet zwar mehr Umsatz als je zuvor (555 Millionen Euro in nur einem Monat), doch die Gäste sind sprunghafter und ihre Aufenthalte kürzer. Die Abhängigkeit vom Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR von 117,94 Euro) im Vergleich zur reinen Anzahl der Übernachtungen führt zu einer Art „erzwungener Exklusivität“, die sich in der kommenden Wintersaison bewähren muss.











