Donnerstag, 12. Februar 2026
Maspalomas24h
Der französische Angriff auf den Luxusbunker in Maspalomas

Der französische Angriff auf den Luxusbunker in Maspalomas

Yurena Vega - M24h Montag, 12. Januar 2026

Das Fremdenverkehrsamt von Gran Canaria bereitet den Größen der französischen Tourismusbranche im Rahmen einer fünftägigen Strategieveranstaltung einen herzlichen Empfang. Mit Maspalomas als Hauptsitz und einem zweistelligen Wachstum des französischen Marktes will die Insel den Strandurlauber bis zum historischen Meilenstein von 5 Millionen Besuchern im Jahr 2026 zu einem Verfechter exklusiver Erlebnisse machen.

Es ist kein Zufall, dass Namen wie Voyageurs du Monde, Les Maisons du Voyage und Allibert Mitte Dezember an der Küste von San Bartolomé de Tirajana auftauchten. In einem strategischen Schritt, abgestimmt mit der Tourismusagentur Hopscotch, hat der Süden Gran Canarias beschlossen, dass 2026 nicht nur das Jahr der Briten und Deutschen sein wird. Zielgruppe sind die französischen Touristen: diejenigen, die 33 % mehr ausgeben als vor der Pandemie und sich nicht mehr mit einer Sonnenliege zufriedengeben.

Die Agenten übernachteten im Seaside Palm Beach und führten technische Inspektionen im Grand Hotel Residencia durch (dem einzigen Leading Hotels of the World in der Region). Die Botschaft nach Paris ist eindeutig: Der Süden Gran Canarias verfügt über die luxuriöse Infrastruktur, die die anspruchsvolle französische Kundschaft mit ihren exklusiven und designorientierten Ansprüchen zufriedenstellt. Die Reiseroute der französischen Reiseveranstalter war eine klare Absichtserklärung. Von den Dünen von Maspalomas bis Puerto de Mogán (das bereits 41 % der Inselbesucher anzieht) zielte die Expedition darauf ab, nicht nur Unterkünfte, sondern die gesamte Region zu vermarkten. Ziel ist es, Natur- und Kulturtouristen anzusprechen – ein Segment, in dem Reiseveranstalter wie Allibert führend sind.

Während französische Agenten durch den Hafen von Mogán flanierten, verabschiedete der Stadtrat den Haushalt für 2026 mit der Rekordsumme von 60 Millionen Euro und eine neue Verschönerungsverordnung zum Schutz des Stadtbildes. Mogán ist sich bewusst, dass seine Architektur sein größtes Kapital auf dem französischen Markt ist, wo Authentizität mehr geschätzt wird als Beton.
Der Tourismus auf Gran Canaria befindet sich im Umbruch. Der Fokus liegt nicht mehr auf der Auslastung der Hotelzimmer – diese ist bereits auf Rekordniveau –, sondern auf der Optimierung der betrieblichen Effizienz. Da die Tourismuseinnahmen im letzten Quartal um 17,7 % gestiegen sind, zielt die Strategie mit Frankreich darauf ab, Reisende anzulocken, die die lokale Küche (Salinas de Tenefé) genießen und aktiv am Tourismus teilnehmen (Guayadeque), um so den Mehrwert pro Übernachtung zu steigern.

Das Fehlen eines offiziellen spanischen Standes auf der letzten IFTM-Messe in Paris hat Gran Canaria in eine schwache Position gebracht. Der Inselrat hat beschlossen, dies mit diesen „Informationsreisen“ auszugleichen. Angesichts der besseren Flugverbindungen nach Frankreich (Volotea, Vueling, Binter) agiert der Süden der Insel als eigenständige Einheit, um seinen Marktanteil angesichts der nationalen Stagnation zu sichern. San Bartolomé de Tirajana soll bis 2025 fast 5 Millionen Touristen erreichen. Damit diese Zahl bis 2026 nachhaltig ist, muss die vom Inselrat angestrebte „Diversifizierung“ zwangsläufig den französischen Markt einbeziehen. Die Franzosen kommen nicht, um andere zu ersetzen, sondern um die durchschnittlichen Ausgaben im Süden zu erhöhen, der zunehmend versteht, dass Luxus nicht nur ein Fünf-Sterne-Hotel ist, sondern die Fähigkeit, ein Erlebnis zu bieten, das kein Algorithmus nachbilden kann. Der französische Angriff auf die Luxushochburg Maspalomas…

 

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