Ein Richter in San Bartolomé de Tirajana ordnete am Mittwoch die vorläufige Inhaftierung der Frau ohne Kaution an, die des Mordes beschuldigt wird, nachdem ihr neugeborenes Baby gestorben war und sie es angeblich in den Toiletten einer Privatklinik im Süden von Gran Canaria zurückgelassen hatte.
Die Ereignisse begannen am Sonntag, dem 4. Januar, als Krankenhausmitarbeiter den leblosen Körper des Neugeborenen in den Toiletten des medizinischen Zentrums in Maspalomas fanden und umgehend die Polizei verständigten. Die polizeilichen Ermittlungen führten zur Festnahme des mutmaßlichen Täters. Aufgrund der Schwere des Verbrechens wurde den Ermittlungen höchste Priorität eingeräumt.
Der Fall wurde vom Untersuchungsgericht Nr. 3 des Gerichts erster Instanz von San Bartolomé de Tirajana übernommen. Nach Vernehmung der Inhaftierten ordnete der Richter ihre Untersuchungshaft an, da er ausreichende Beweise für eine Straftat und die Erfüllung der rechtlichen Voraussetzungen für die Verhängung der strengsten Sicherungsmaßnahme sah.
Laut dem Obersten Gerichtshof der Kanarischen Inseln dauern die Ermittlungen an, um die genauen Umstände des Vorfalls sowie mögliche erschwerende Faktoren aufzuklären. Der Fall hat im Süden der Insel, einem überwiegend touristischen Gebiet, in dem solche Vorfälle äußerst selten sind, große öffentliche Empörung ausgelöst. Die Justizbehörden betonen, dass die Untersuchungshaft ausschließlich auf rechtlichen und verfahrenstechnischen Kriterien beruht und nicht dem endgültigen Ausgang des Verfahrens vorgreift, das in den kommenden Wochen vor Gericht fortgesetzt wird.











