Donnerstag, 12. Februar 2026
Maspalomas24h
Sie brachen mit Generalschlüsseln in Wohnungen in Maspalomas ein.

Sie brachen mit Generalschlüsseln in Wohnungen in Maspalomas ein.

Gara Hernández - M24h Mittwoch, 07. Januar 2026

Im Herzen des südlichen Tourismuszentrums von Gran Canaria, wo Sicherheit die Grundlage für das Vertrauen von Investoren und Besuchern bildet, hat ein Vorfall die Anfälligkeit der Sicherheitssysteme deutlich gemacht und sogar die Taxigenossenschaft von Maspalomas betroffen. Die Staatsanwaltschaft hat beim Provinzgericht Anklage gegen EAS – einen Wiederholungstäter, dessen Strafregister erst wenige Monate vor diesen Ereignissen gelöscht worden war – und seinen Sohn EAP erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, einen Apartmentkomplex in ihr kriminelles Operationszentrum verwandelt zu haben.

Die Operation, die im Juni 2025 begann, startete mit der illegalen Besetzung von Bungalow 525 in einem Ferienresort im Süden Gran Canarias. Laut Anklageschrift, die Maspalomas24H vorliegt, drangen die Angeklagten nicht nur unbefugt ein, sondern erlangten dies auch, nachdem sie sich illegal einen Generalschlüssel beschafft hatten, der ausschließlich für Reinigungs- und Wartungspersonal bestimmt war. Dieser Schlüssel ermöglichte ihnen „unsichtbaren“ Zugang zu verschiedenen Einheiten innerhalb des Resorts und erlaubte es ihnen, die Privatsphäre der Gäste mit erschreckender Leichtigkeit zu verletzen.

Die kriminellen Aktivitäten von EAS waren rasant. Innerhalb von nur 48 Stunden verschaffte sich der Angeklagte mit dem Generalschlüssel Zugang zu vier verschiedenen Apartments, während sich Touristen im Resort aufhielten. Unter den von der Staatsanwaltschaft geschilderten Vorfällen sticht der Einbruch in Apartment 521 hervor, wo er von einem Gast bei der Durchsuchung eines Rucksacks ertappt wurde. Anstatt aufzugeben, setzte er seine Einbruchstour durch die Bungalows 601, 603 und 560 fort und stahl Geldbörsen, Uhren, Bargeld und hochwertige Geräte wie ein iPhone 14 und AirPods.

Die Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn erreichte ihren Höhepunkt, als sie die gestohlenen Gegenstände einsetzten. Stunden nach dem Diebstahl einer Geldbörse begaben sie sich zur Cepsa-Tankstelle der Taxi-Kooperative in San Bartolomé de Tirajana. Dort tätigten sie mit einer gestohlenen Kreditkarte betrügerische Abbuchungen, um sich sofort zu bereichern. Diese Tat veranlasste die Staatsanwaltschaft, die Anklage um Betrug zu erweitern. Die Anklage umfasst bereits Hausfriedensbruch und wiederholten Einbruch.

Für EAS ist die rechtliche Lage besonders ernst. Die Staatsanwaltschaft betont, dass der Angeklagte ein Wiederholungstäter mit drei Vorstrafen wegen Einbruchs ist, deren Strafen er am 17. März 2025, nur drei Monate vor Beginn dieser neuen Einbruchsserie, endgültig verbüßt ​​hat. Daher fordert die Staatsanwaltschaft für den Vater eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten, während für den Sohn Geldstrafen und Freiheitsstrafen wegen seiner Beteiligung an Hausbesetzung und Bankbetrug beantragt werden.

Dieser Fall geht über den kriminellen Bereich hinaus und berührt die strategische Ebene. Gerade jetzt, wo die Kanarischen Inseln ihre Sicherheitskräfte als Garanten des öffentlichen Friedens und zum Schutz des Tourismus positionieren, stellt der Einsatz von Generalschlüsseln durch Kriminelle eine Sicherheitslücke dar. Die zügige Ermittlung des Gerichts in San Bartolomé de Tirajana und die Entschlossenheit der Staatsanwaltschaft senden ein klares Signal an die Branche: Der Schutz von Kunden und touristischem Eigentum hat absolute Priorität. Der Angeklagte, EAS, befindet sich seit Juni 2025 in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess, in dem nicht nur die Raubüberfälle, sondern auch die Gefährdung einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren der Insel verhandelt werden.

 

Mit Ihrem registrierten Konto

Schreiben Sie Ihre E-Mail und wir senden Ihnen einen Link, um ein neues Passwort zu schreiben.