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Maspalomas im Jahr 2026: Der Süden Gran Canarias als Epizentrum der kanarischen Wirtschaftskraft

Maspalomas im Jahr 2026: Der Süden Gran Canarias als Epizentrum der kanarischen Wirtschaftskraft

Yurena Vega - M24h Montag, 29. Dezember 2025

Das Geschäftsjahr 2025 markierte die endgültige Konsolidierung des Modells „resilienter Luxus“ im Süden Gran Canarias. Nach einem Rekordjahr 2024 verzeichnete die Gemeinde San Bartolomé de Tirajana zum Jahresende über 12,5 Millionen Übernachtungen. Dieser operative Erfolg basierte auf der vollständigen Erholung der Märkte in Großbritannien und Deutschland sowie einem strategischen Wachstum von 14 % im nordischen Markt. Finanziell war der wichtigste Indikator die Verlagerung des Fokus von der reinen Quantität hin zur Performance: Der RevPAR (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) stieg um 9,5 % und positionierte Maspalomas damit als eines der profitabelsten Objekte in der Eurozone außerhalb Europas.

Die wirtschaftliche Stärke des Reiseziels in diesem Jahr basiert auf privaten Investitionen von über 350 Millionen Euro für umfassende Renovierungen. Die Umwandlung veralteter Hotels in 4- und 5-Sterne-Luxushotels hat es dem Reiseziel ermöglicht, eine hohe Nachfrage zu generieren. Die durchschnittlichen Tagesausgaben pro Tourist liegen bei 185 Euro, was einem Anstieg von 22 % gegenüber dem Durchschnitt des vorherigen Jahrzehnts entspricht. Diese Wertsteigerung hat den Süden der Insel zu einem attraktiven Standort für internationale Private-Equity-Fonds gemacht, die von den stabilen Nettorenditen zwischen 6,5 % und 7 % angelockt werden.

Aus Sicht von Governance und Nachhaltigkeit (ESG) wurden 2025 wichtige Investitionen in Höhe von 42 Millionen Euro validiert, die lokales Kapital und Mittel aus dem EU-Förderprogramm „Next Generation EU“ kombinierten. Das Management der Maspalomas-Oase und die Wassereffizienz haben sich von Marketingkonzepten zu Indikatoren für finanzielle Risiken weiterentwickelt. Die Optimierung der Entsalzungsanlage erwies sich als entscheidend für die Versorgung von bis zu 250.000 Menschen in der Hochsaison und führte durch den flächendeckenden Einsatz von Photovoltaik-Mikronetzen zu einer Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks der Hotelzone um 15 %.

Die Struktur des lokalen BIP hat sich dank der Digitalisierung bis 2025 grundlegend gewandelt. Maspalomas hat sich als führendes Workation-Zentrum etabliert und beherbergt eine stabile Community von 8.500 digitalen Nomaden und hochqualifizierten Remote-Arbeitern. Dieses Ökosystem generiert eine Nebenwirtschaft im Wert von über 60 Millionen Euro jährlich und garantiert eine durchschnittliche Auslastung von 82 %, selbst in traditionell schwachen Zeiten. Dieser Kapitalzufluss hat jedoch einen jährlichen Mietpreisanstieg von 12 % zur Folge und stellt damit die größte Herausforderung für die soziale Stabilität der Gemeinde in naher Zukunft dar.

In der abschließenden Bewertung für 2025 wirkte sich der geopolitische Faktor positiv auf Maspalomas aus. Während andere touristische Korridore im Mittelmeerraum unter Instabilität litten, diente die Mitgliedschaft der Kanarischen Inseln im europäischen Rechtsrahmen als Sicherheitsnetz für globales Kapital. Die Reife des Reiseziels zeigte sich in seiner Fähigkeit, dieses dynamische Wachstum mit der Notwendigkeit der Modernisierung öffentlicher Räume in Einklang zu bringen – ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber aufstrebenden Destinationen mit niedrigeren Betriebskosten, aber höherem institutionellem Risiko.

 

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