Einen Tag nach der traditionellen Ziehung der spanischen Nationallotterie und der Bekanntgabe des Hauptgewinns, Im Staatsanzeiger wurde am 23. Dezember das Gesetz 6/2025 vom 10. Dezember über die nachhaltige Planung der touristischen Nutzung von Unterkünften veröffentlicht, das vom Regionalparlament genehmigt und gemäß Artikel 47.1 des Autonomiestatuts verkündet wurde.Mit dieser Veröffentlichung aktiviert die Autonome Gemeinschaft der Kanarischen Inseln den Rechtsrahmen, der darauf abzielt, eine der größten strukturellen Spannungen des Archipels neu zu ordnen: das Gleichgewicht zwischen touristischer und Wohnnutzung, das besonders in Touristengemeinden wie Maspalomas im Süden von Gran Canaria sichtbar ist.
Das im Staatsanzeiger veröffentlichte Gesetz basiert auf einer ernüchternden Diagnose. Zu Beginn des Gesetzgebungsverfahrens im Jahr 2023 entsprach die Anzahl der angebotenen touristischen Unterkünfte bereits einem sehr hohen Anteil der Einwohnerzahl auf mehreren Inseln: El Hierro (16,10 %), Fuerteventura (22,53 %), La Gomera (16,68 %), La Palma (7,39 %), Lanzarote (21,22 %), Gran Canaria (6,43 %) und Teneriffa (9,72 %). Seitdem, so betont das Gesetz, haben sich diese Zahlen deutlich erhöht, wodurch das Ungleichgewicht zwischen Einheimischen und Touristen im Ferienwohnungssektor weiter verschärft wurde.
Der Gesetzestext geht detailliert auf Provinz- und Gemeindeebene ein, wobei Maspalomas als einer der kritischen Hotspots hervortritt. Zum Zeitpunkt der Analyse machten touristische Unterkünfte 4,37 % aller registrierten Unterkünfte in der Provinz Las Palmas und 3,78 % in Santa Cruz de Tenerife aus. Auf lokaler Ebene waren die Prozentsätze noch aussagekräftiger: Yaiza (22 %), La Oliva (21,50 %), San Bartolomé de Tirajana (10,62 %), Adeje (13,35 %), Hermigua (10,72 %), Frontera (8,06 %) und Fuencaliente de La Palma (8,35 %). Das Gesetz selbst bestätigt, dass all diese Schwellenwerte überschritten wurden, und unterstreicht damit die dringende Notwendigkeit einer Regulierung in etablierten Reisezielen wie Maspalomas.
Der Abgeordnete verknüpft dieses Wachstum mit einem weiteren strukturellen Faktum: dem drastischen Rückgang des Wohnungsbaus auf den Kanarischen Inseln seit der Finanzkrise von 2008. Im Jahr 2022 wurden lediglich 2.782 Wohnungen gebaut, verglichen mit 3.011 im Jahr 2021, 1.341 im Jahr 2020, 3.103 im Jahr 2019 und 2.192 im Jahr 2018. Hinzu kommt ein entscheidender Faktor für die ohnehin schon angeschlagenen Tourismusgemeinden: In den Jahren 2018, 2020 und 2021 wurden auf den Kanarischen Inseln keine Sozialwohnungen gebaut; 2019 waren es nur 60 und 2022 lediglich 208.
Angesichts dieser Umstände zeichnet das Gesetz ein Szenario, das kurzfristig kaum zu korrigieren ist. Die Umwandlung der derzeit als Touristenunterkünfte genutzten 60.146 Wohnungen in dauerhafte Wohnnutzung bei gleichzeitigem Bau von durchschnittlich 3.000 neuen Wohnungen pro Jahr würde mindestens zwanzig Jahre in Anspruch nehmen, weiteres Bevölkerungswachstum nicht eingerechnet. Gleichzeitig warnt der Text davor, dass ein jährlicher Anstieg der Touristenunterkünfte um 25 % bei gleichzeitig geringer Neubauproduktion das Wohnungsdefizit um fast 7.000 Wohnungen pro Jahr vergrößern würde.
Die Diagnose ist eindeutig und besonders relevant für Maspalomas: Das Wohnungsangebot ist kurzfristig nicht flexibel, da die meisten touristischen Unterkünfte nicht durch Neubau, sondern durch die Umwandlung bestehender Häuser entstehen. Dadurch verringert sich die Verfügbarkeit von Wohnraum für die reguläre Bevölkerung. Das bereits im Staatsanzeiger (BOE) veröffentlichte Gesetz 6/2025 wurde daher mit dem Ziel erlassen, das Wachstum zu regulieren, das Recht auf Wohnen zu schützen und das Tourismusmodell in Gebieten, in denen der Druck strukturelle Ausmaße angenommen hat, wie beispielsweise im Süden von Gran Canaria, neu zu definieren.











