Mit Blick auf Januar 2026 zeichnen die makroökonomischen Indikatoren für den Tourismussektor in Maspalomas (Gran Canaria) ein Bild beispielloser Stärke im historischen Vergleich (2010–2026). Nach Jahren des Wiederaufbaus und logistischer Anpassungen nach der Pandemie hat die Insel eine Phase rasanten Wachstums erreicht. Analysen der Flugkapazitäten, des Passagieraufkommens (AENA) und der Touristenzahlen (FRONTUR) zeigen, dass das Reiseziel ein neues, deutlich höheres Niveau als im vorherigen Jahrzehnt erreicht hat.
Da die Flugkapazitäten ein historisches Niveau erreicht haben – mit über 2,5 Millionen Sitzplätzen Anfang 2026 – muss sich die Analyse zwangsläufig von der reinen Volumenbetrachtung hin zum realen Ertrag pro Anlage verlagern. Die Kombination von Konnektivitätsdaten mit Prognosen der täglichen Ausgaben für das erste Quartal (Q1) 2026 zeigt ein Szenario mit „positiver Inflation“ der Tourismuseinnahmen, bedingt durch ein unzureichendes Unterkunftsangebot angesichts der überwältigenden Nachfrage.<sup>1</sup> Tägliche Ausgaben: Der Sprung auf 185 €.
Nach den Turbulenzen der Brexit- und Pandemiejahre erholt sich der britische Markt deutlich und stabilisiert sich regional bei über 700.000 bis 800.000 Betten. Der deutsche Markt, traditionell eine Hochburg für Maspalomas, erlebt eine langsamere und technisch orientierte Erholung und nähert sich der Schwelle von 400.000 bis 500.000 Betten. Obwohl das Wachstum moderater ausfällt als in Großbritannien, bleibt die Qualität der Gäste in traditionellen Hotels (ISTAC) auf den Inseln die Grundlage für die Rentabilität der Hotels.
Während die durchschnittlichen täglichen Ausgaben pro Tourist im Zeitraum 2018-2022 zwischen 145 € und 155 € lagen, gehen Prognosen für das erste Quartal 2026 von 185 € aus (ein Anstieg von 19 %, bereinigt um die neue Preisstruktur und Premium-Dienstleistungen).
Halbinselsegment
Die täglichen Ausgaben haben sich bei 140 € stabilisiert, allerdings bei kürzeren durchschnittlichen Aufenthalten, was den Umsatz des Hotels steigert. Paradoxerweise ist die Bettenkapazität in Maspalomas im Jahr 2026 trotz einer nie dagewesenen Flugzeuganzahl aufgrund von Moratorien und der Renovierung veralteter Einrichtungen nicht im gleichen Maße gewachsen. Dies führt zu einem Engpass. Für das erste Quartal (Januar bis März) wird eine durchschnittliche Auslastung von 92 % prognostiziert, und die RevPAR-Prognosen (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) deuten auf ein Wachstum von 12 % im Vergleich zum Vorjahr hin.
Fünf-Sterne- und Luxushotels in Meloneras bieten für Februar 2026 Standardzimmerpreise von über 450 € pro Nacht an. Trotz Rekordbruttoeinnahmen sehen sich die Nettomargen der Betreiber in Maspalomas zwei Herausforderungen gegenüber: Logistikkosten:
Mit 2,5 Millionen Flugsitzplätzen wird der Erfolg im ersten Quartal 2026 nicht an den Passagierzahlen gemessen, sondern vielmehr daran, ob die Betreiber in Maspalomas die Mehrausgaben der ohnehin schon zahlungskräftigen Touristen optimal nutzen können. Die Anbindungslandschaft ist vielversprechend, doch der Kampf um die Gewinnmargen wird durch operative Effizienz statt durch Kostensenkung entschieden. Die Rendite durch höhere Preise wird die gestiegenen Betriebskosten mehr als ausgleichen.











