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Enaire hebt die Rolle von Maspalomas in der Luft- und Raumfahrtforschung hervor.
Raquel Moldes Raquel Moldes

Enaire hebt die Rolle von Maspalomas in der Luft- und Raumfahrtforschung hervor.

Gara Hernández - M24h Sonntag, 21. Dezember 2025

Diese Woche hat sich der Süden Gran Canarias von einem reinen Touristenziel zum Epizentrum der technologischen Souveränität der Europäischen Union im Luftraum entwickelt. Im ExpoMeloneras Convention Center in Maspalomas diente der 2. Luft- und Raumfahrtkongress der Kanarischen Inseln ENAIRE als Plattform, um seinen Fahrplan für U-Space vorzustellen – Brüssels ambitioniertes digitales Rahmenwerk, das Drohnen von teuren Spielzeugen zu regulierten Wirtschaftsakteuren machen soll. 

Für Analysten in der EU-Hauptstadt ist das Treffen in San Bartolomé de Tirajana nicht nur eine weitere regionale Veranstaltung, sondern ein Stresstest für die Integration unbemannter Luftfahrzeuge in einen so komplexen und fragmentierten Luftraum wie den der Inseln.

Der Vortrag von Raquel Moldes aus der Abteilung Drohnen-Geschäftsentwicklung von ENAIRE unterstrich, dass die Zukunft der Luftmobilität im Archipel untrennbar mit der U-Space-Technologie verbunden ist. In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern der SESAR-Einheit der Europäischen Kommission wurde deutlich, dass sich die Kanarischen Inseln als ideales Testgebiet für die automatisierte Flugsicherung erweisen. 

Aufgrund der Topographie der Kanarischen Inseln und ihrer Abhängigkeit vom Luftverkehr muss die Integration von Drohnen und kommerzieller Luftfahrt präzise erfolgen; Fehler sind nicht erlaubt, wenn es darum geht, den Luftraum mit den Millionen von Touristen zu teilen, die jedes Jahr auf dem Archipel landen.

Die Debatte auf der ExpoMeloneras konzentrierte sich auch auf die physische Infrastruktur, ein Bereich, in dem europäische Fördermittel und öffentlich-private Partnerschaften von der GD MOVE genau geprüft werden. Francisco Tortosa, Leiter Innovationsprojekte bei ENAIRE, analysierte den Übergang zu Vertiports, den Bahnhöfen der Zukunft, die den senkrechten Start und die Landung von Drohnen und Flugtaxis ermöglichen werden. 

Die Beteiligung von Akteuren wie INTA und Firmen wie Bluenest by Globalvia lässt vermuten, dass der Bau dieser Startrampen nicht nur eine Frage der Ingenieurskunst ist, sondern ein strategischer Schritt für Spanien und insbesondere die Kanarischen Inseln, um die Lieferkette für Luft- und Raumfahrtdienstleistungen im Mittelatlantik anzuführen.

Die von Juan Jesús Cano, Leiter der Luftraumkoordination bei ENAIRE, vorangetriebene operative Integration verdeutlicht das eigentliche Ziel des Kongresses: vollständige Interoperabilität. Durch die Vernetzung von Technologiezentren wie ITER auf Teneriffa und Robotikunternehmen will ENAIRE sicherstellen, dass der Einsatz unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS) den strengsten europäischen Sicherheitsstandards entspricht. Maspalomas hat bestätigt, dass die Verwaltung des digitalen Luftraums nicht dem Zufall überlassen wird, sondern Teil eines kontrollierten Ökosystems sein wird, in dem Verwaltung und Industrie eng zusammenarbeiten müssen, um zu verhindern, dass der Luftraum der Kanarischen Inseln zu einem logistischen Engpass wird.

 

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