Samstag, 18. April 2026
Maspalomas24h
In einem Cannabis-Club im Süden von Gran Canaria gab es Waren, die für den Schmuggel bestimmt waren, nicht zum Rauchen, um high zu werden.

In einem Cannabis-Club im Süden von Gran Canaria gab es Waren, die für den Schmuggel bestimmt waren, nicht zum Rauchen, um high zu werden.

YURENA VEGA - M24H Montag, 15. Dezember 2025


Die Staatsanwaltschaft Las Palmas fordert für die drei Clubdirektoren vierjährige Haftstrafen wegen Drogenhandels und dreijährige Haftstrafen wegen Bildung einer verbotenen Vereinigung. Zuvor wurden bei einer Razzia Substanzen im Wert von über 133.000 Euro sichergestellt. Das Provinzgericht Las Palmas de Gran Canaria wird den Fall gegen die drei Verantwortlichen des María Salvador Cannabis Clubs in der Avenida de Canarias in Vecindario (Gerichtsbezirk San Bartolomé de Tirajana) verhandeln. Ihnen wird ein fortgesetztes Verbrechen gegen die öffentliche Gesundheit im Zusammenhang mit Substanzen, die keine schwerwiegenden Schäden verursachen, sowie die Bildung einer verbotenen Vereinigung vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben und fordert insgesamt sieben Jahre Haft für den Präsidenten (BR), den Sekretär (EPSC) und den Schatzmeister (TQR) der Organisation. Sie argumentiert, dass der Verein nicht am gemeinsamen Konsum, sondern am Verkauf von Betäubungsmitteln an Dritte beteiligt war. Laut Anklageschrift verkauften BR, EPSC und TQR als Vereinsführung „Betäubungsmittel an Dritte“. Das Gerichtsverfahren begann nach eingehender Observation durch die Strafverfolgungsbehörden, die zahlreiche Fälle dokumentierten, in denen Personen das Gelände mit pflanzlichen oder harzartigen Substanzen verließen. In den meisten Fällen wurden die Substanzen jedoch zunächst nicht analysiert.

Zwischen 2018 und 2019 verzeichneten die Behörden mindestens elf Verkaufsfälle. In mehreren dieser Fälle handelte es sich bei den beschlagnahmten Substanzen um Cannabis und Haschisch. Besonders hervorzuheben ist der Fall vom 17. Oktober 2019, bei dem 9,76 Gramm Haschisch und 20,81 Gramm Cannabis bei einem Käufer sichergestellt wurden. Aufgrund der aufgedeckten Verkäufe erließ das Untersuchungsgericht Nr. 3 von San Bartolomé de Tirajana im November 2019 einen Durchsuchungsbefehl für die Räumlichkeiten. Dort fanden die Beamten eine große Menge an zum Verkauf bestimmten Produkten sowie zahlreiche verarbeitete Produkte.

Die Gesamtmenge der in den Räumlichkeiten sichergestellten Substanzen betrug: 10.313,84 Gramm Cannabis, 3.544,35 Gramm THC und 4.565,02 Gramm Cannabisöl. Der Gesamtmarktwert aller sichergestellten Substanzen (einschließlich derer der Käufer) wurde auf 133.015,21 € geschätzt. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, diese Substanzen „in der Absicht besessen zu haben, durch deren Verkauf einen unrechtmäßigen Gewinn zu erzielen und dadurch die Gesundheit anderer, sowohl individuell als auch kollektiv, zu gefährden“.

Wegen des Verbrechens gegen die öffentliche Gesundheit beantragt die Staatsanwaltschaft für jeden der Angeklagten eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und eine Geldstrafe von 532.060 Euro. Zusätzlich beantragt die Staatsanwaltschaft wegen der Mitgliedschaft in einer verbotenen Organisation eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und eine Geldstrafe von 20 Euro pro Tag für 18 Monate sowie den Ausschluss von der Bekleidung öffentlicher Ämter. Die Staatsanwaltschaft sieht keine mildernden oder erschwerenden Umstände.

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