Dienstag, 14. April 2026
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Der Vecindario-Steuerdienst beschlagnahmt in vier europäischen Operationen gefälschte Waren im Wert von über 1,5 Millionen Euro.

Der Vecindario-Steuerdienst beschlagnahmt in vier europäischen Operationen gefälschte Waren im Wert von über 1,5 Millionen Euro.

MASPALOMAS24H Mittwoch, 10. Dezember 2025

Es wurden vier größere Operationen gegen die Verletzung von gewerblichen Schutzrechten durchgeführt.

 

Die spanische Guardia Civil hat über den Steuerdienst der Vecindario Company eine Reihe gemeinsamer europäischer Operationen unter den Codenamen FAKE STAR, LUDUS und ELEKTRON erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden insgesamt über 1,5 Millionen Euro beschlagnahmt. Diese Maßnahmen erfolgen im Rahmen eines operativen Plans zum Schutz geistigen Eigentums und der Verbrauchersicherheit.

 

Die Operationen fanden zwischen Juni und November 2025 statt und konzentrierten sich auf die Aufdeckung und Entfernung von gefälschten Produkten, die über Online-Plattformen und physische Verkaufsstellen vertrieben werden.

 

Die Staatsanwaltschaft Vecindario spielte gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Santa María de Guía eine Schlüsselrolle bei der Durchführung dieser koordinierten Maßnahmen. Die Zusammenarbeit beider Einheiten und weiterer spezialisierter Teams war grundlegend für den erzielten Erfolg. Darüber hinaus profitierten diese Maßnahmen von der Unterstützung durch Experten für geistiges Eigentum, deren Anwesenheit für den Nachweis der Straftat unerlässlich war. Im Rahmen der Operation FAKE STAR leisteten auch die örtlichen Polizeikräfte der beteiligten Gemeinden ihren Beitrag.

 

Die Operation FAKE STAR zielte auf die Herstellung und den Vertrieb gefälschter Schuhe und Textilien bekannter europäischer Marken ab. Diese Produkte wurden sowohl über digitale Plattformen als auch von Straßenhändlern auf Flohmärkten verkauft.

 

Im Zuge dieser Operation wurden sieben Kontrollen durchgeführt, die zur Beschlagnahme von 10.936 gefälschten Produkten mit einem geschätzten Wert von 963.615 € führten. Gegen insgesamt neun Personen wurde wegen mutmaßlicher Straftaten gegen gewerbliches Eigentum ermittelt.

 

Im Technologiesektor zielte die Operation ELEKTRON auf den illegalen Vertrieb gefälschter Elektronikartikel und -produkte ab. Diese Artikel wurden hauptsächlich über E-Commerce-Plattformen, soziale Medien und auch im stationären Handel verkauft. Die Operation umfasste zwei Kontrollen, bei denen 6.185 gefälschte Artikel mit einem geschätzten Warenwert von 408.220 € sichergestellt wurden.

 

Die Operation LUDUS konzentrierte sich auf die Aufdeckung und Entfernung gefälschter oder nicht zertifizierter Spielzeuge, die aufgrund ihrer Bestimmung für Kinder ein zusätzliches Risiko darstellen. Die sichergestellten Produkte stammten größtenteils aus China und wiesen weder spanische Kennzeichnung noch die vorgeschriebene CE-Kennzeichnung auf. Im Rahmen der Operation wurden zwei Kontrollen durchgeführt, die zur Beschlagnahme von 13.656 gefälschten Spielzeugen im Wert von 99.828 € führten. Gegen zwei Personen wurde ermittelt.

 

Die Operation APHRODITE IV zielte schließlich auf die Beschlagnahmung gefälschter Parfums, Kosmetika und Körperpflegeprodukte ab, die nicht den europäischen Vorschriften entsprechen. Bei zwei Kontrollen wurden 1.108 Parfumflaschen entdeckt, denen die spanische Kennzeichnung, die Angabe des Verantwortlichen in der Europäischen Union und ein Verfallsdatum nach dem Öffnen fehlten. Aufgrund dieser Unregelmäßigkeiten wurden zwei Beschwerden beim Arzneimittelregulierungsdienst der Regierung der Kanarischen Inseln eingereicht. Der wirtschaftliche Wert der im Rahmen von APHRODITE IV beschlagnahmten Produkte belief sich auf 55.700 €.

 

Zusammengenommen haben diese vier Operationen den illegalen Vertriebsnetzen einen schweren Schlag versetzt und zur Beschlagnahmung von 31.885 gefälschten Artikeln im Wert von über 1,5 Millionen Euro geführt. Das koordinierte Vorgehen des Vecindario Tax Service und der Einheit Santa María de Guía sowie weiterer Einsatzteams und die Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei waren entscheidend für die Aufdeckung dieser illegalen Märkte und die Gewinnung wertvoller Informationen über die Vorgehensweise dieser Netzwerke.

 

Der Handel mit gefälschten Waren stellt eine wachsende Bedrohung für den stationären und Online-Handel dar. Neben den wirtschaftlichen Folgen bergen diese Betrügereien direkte Risiken für die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher, insbesondere bei Produkten wie Spielzeug und Kosmetika. Darüber hinaus hemmen sie Innovationen, verursachen Verluste in Millionenhöhe und gefährden legale Arbeitsplätze, indem sie den Konsum über illegale Kanäle fördern.

 

Um diesem Problem zu begegnen, verstärkt die Guardia Civil in Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeikräften und der Privatwirtschaft ihre Kontrollen. Der Fokus liegt dabei auf Straßenmärkten, stationären Einzelhandelsgeschäften und digitalen Plattformen. Auch die Zoll- und Paketkontrollen werden als Schlüsselstrategie zur Ermittlung der Herkunft gefälschter Waren ausgebaut. Der Erfolg dieser Maßnahmen unterstreicht das feste Engagement der Behörden für den Schutz geistigen Eigentums und die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit.

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