Das Fremdenverkehrsamt von Gran Canaria veröffentlichte am Montag, den 2. Dezember, eine Studie zur Kaufkraft der Inselbesucher. Die Studie bestätigt, dass der Ruf des Reiseziels maßgeblich online geprägt wird, insbesondere durch spezialisierte Plattformen, die sich an den britischen und deutschen Markt richten – wichtige Herkunftsländer für Touristen. Der Kampf um kaufkräftige Touristen in Maspalomas wird nicht in Reisebüros, sondern im digitalen Raum entschieden. Daten aus dem dritten Quartal 2025 bestätigen, dass Markenwahrnehmung und die Verfügbarkeit von Online-Informationen mittlerweile die entscheidendsten Faktoren für den Tourismusfluss nach Süd-Gran Canaria sind.
Online- und soziale Medien, die von unethischen Praktiken unberührt bleiben, haben sich zur wichtigsten Informationsquelle entwickelt und erreichen 32,4 % aller Touristen, die die Insel besuchen. Dieser Kanal übertrifft nicht nur frühere Besuche (24,2 %) und persönliche Empfehlungen (17,4 %), sondern hat im Vergleich zum Vorjahr auch um 13,3 % an Einfluss gewonnen. Dies deutet darauf hin, dass digitale Reputation und Online-Markenmanagement die Hauptgründe für Investitionen der Besucher sind.
Die Pflege der Online-Reputation und die Förderung von Sicherheit und Wohlbefinden auf digitalen Plattformen, basierend auf deren Zielgruppe und Mehrwert, sind heute genauso wichtig wie die Erneuerung der physischen Infrastruktur, da Ausgabenentscheidungen digital Monate vor der Ankunft der Touristen auf der Insel getroffen werden.
Touristen, die sich für den Süden Gran Canarias entscheiden, planen ihre Ausgaben lange im Voraus. Davon profitieren Reiseveranstalter, die frühzeitig Buchungen sichern: 53,7 % der Touristen buchten drei Monate oder länger im Voraus. Dieses besonders sorgfältig planende Segment gibt tendenziell am meisten aus und nutzt das Internet am häufigsten, um das Preis-Leistungs-Verhältnis zu vergleichen. Trotz des Fokus auf Premium-Ausgaben bleibt der Preis ein entscheidender Faktor und rangiert auf Platz 7 der Aspekte, die „sehr wichtig“ sind (40 % der Touristen). Dies unterstreicht, dass Touristen in Maspalomas nicht preissensibel sind, sondern vielmehr das beste Verhältnis zwischen Kosten und den für sie wichtigsten Faktoren suchen: Klima (67,2 %) und Sicherheit (57,7 %).
Der Reisezweck bleibt unverändert: Erholung (50,6 %) dominiert, was in Kombination mit dem hohen Stellenwert von Ruhe (50,8 %) und Sicherheit auf ein Touristenprofil hindeutet, das Stabilität und Wohlbefinden sucht. Weniger relevante Faktoren wie Nachtleben und historisches Erbe bestätigen, dass die Ausgaben auf luxuriöse Entspannungserlebnisse und Wellnessangebote ausgerichtet sind. Die Debatte um eine Kurtaxe findet Zustimmung im Markt. Ganze 51,9 % der Besucher geben an, sie würden sie zahlen. Interessanterweise ist die Hauptmotivation (13,5 %) der Wunsch, „die Umwelt zu verbessern und zu schützen“, was ein ökologisches Bewusstsein widerspiegelt, das mit den europäischen ESG-Trends übereinstimmt.











