Mittwoch, 17. Juni 2026
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Die Guardia Civil entlarvt einen falschen Sportagenten im Süden von Gran Canaria, der 61 Minderjährige missbraucht hat.

Die Guardia Civil entlarvt einen falschen Sportagenten im Süden von Gran Canaria, der 61 Minderjährige missbraucht hat.

MASPALOMAS24H Sonntag, 30. November 2025

Er nutzte Techniken der emotionalen Manipulation, um an sexuell explizites Material zu gelangen und persönliche Treffen zu arrangieren, die mehrmals zustande kamen.

Er nutzte seine Identität als angeblicher Sportmanager, gab sich als Profi mit Kontakten aus und bot Minderjährigen falsche Aufstiegschancen.

 

Die Guardia Civil hat einen Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Verführung Minderjähriger festgenommen. Er hatte sich als Sportagent ausgegeben. Die Ermittlungen mit dem Codenamen „Fake Manager“ haben 61 Opfer identifiziert, allesamt Minderjährige, die zuvor keine Anzeige erstattet hatten. In einigen Fällen hatte der Festgenommene sogar sexuelle Beziehungen zu einigen der Opfer.

 

Die Operation begann nach der Aussage eines der Opfer, das mit psychologischer Unterstützung den im Dezember 2024 erlittenen Missbrauch offenbarte. Diese erste Aussage erwies sich als entscheidend, da keines der anderen Opfer zuvor Anzeige erstattet hatte.

 

Ab diesem Zeitpunkt, nachdem im März 2025 erste Beweise gesammelt worden waren, wurden die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet, um den Hergang aufzuklären. Der Erfolg der Ermittlungen beruhte auf der sorgfältigen Analyse der Inhalte des beim Festgenommenen sichergestellten Mobiltelefons und auf der Vernehmung zahlreicher Opfer und Zeugen.

 

Ein geplantes und strukturiertes Vorgehen. Der mutmaßliche Täter, der unter den Minderjährigen durch einen Spitznamen identifiziert wurde, wandte eine sorgfältig geplante und strukturierte Methode an. Er agierte im digitalen Raum, wie es für Online-Sexualstraftäter üblich ist, und nutzte Techniken der emotionalen Manipulation, um an sexuell explizites Material zu gelangen und persönliche Treffen zu vereinbaren, die mehrmals stattfanden.

 

Der Festgenommene kombinierte zwei besonders effektive Täuschungsmethoden. Zum einen nutzte er seine Identität als angeblicher Sportmanager, gab sich als Profi mit Kontakten aus und bot Minderjährigen falsche Aufstiegschancen: Probetrainings in Hochleistungsvereinen, Aufnahme in professionelle Datenbanken oder die Verbreitung ihrer Profile in spezialisierten Netzwerken.

 

Diese Versprechen wurden zu einem Instrument der Manipulation, um eine Schuld der Dankbarkeit zu erzeugen, die dazu führte, dass man Gefälligkeiten sexueller Natur erhielt, einschließlich der Bitte um pornografisches Material oder der Vereinbarung intimer Begegnungen.

 

Mehrere falsche Identitäten

 

Andererseits nutzte er gefälschte weibliche Identitäten, um seine Reichweite zu vergrößern und den Verdacht junger Menschen zu zerstreuen. Über diese Profile in sozialen Medien führte er nach und nach sexuell explizite Gespräche, forderte intime Bilder an und verschickte pornografisches Material, um dieses Verhalten zu normalisieren. Die Opfer berichteten, dass er wiederholt auf sexuelle Themen drängte und explizite Fotos verlangte.

 

Der Mann nutzte seine offensichtliche Autoritätsposition als Sportfunktionär aus, um die Minderjährigen zu kontrollieren, die seinen Anweisungen bedingungslos folgten, selbst wenn diese über den rein sportlichen Bereich hinausgingen. Die Ermittler entdeckten zudem gefälschte Profile, die der Festgenommene nutzte, um neue Opfer anzuwerben und ihnen Geld für sexuelle Handlungen anzubieten.

 

Im Zuge der Ermittlungen bestätigte die Guardia Civil, dass der Inhaftierte gegen die nach seiner ersten Festnahme verhängten gerichtlichen Auflagen verstoßen hatte. Trotz des Verbots, Aktivitäten mit Minderjährigen durchzuführen, organisierte er eine Sportreise, an der mehrere Minderjährige teilnahmen. Nachdem die Justizbehörden davon Kenntnis erlangt hatten, wurde er am 12. November 2025 erneut festgenommen und wegen Verstoßes gegen die Auflagen umgehend inhaftiert.

 

Im Rahmen dieser neuen Operation wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt, bei der die Beamten neue Beweismittel sicherstellen konnten, die derzeit analysiert werden.

 

Die Schwere der Taten wird durch den Missbrauch einer Vertrauens- und Autoritätsposition verschärft. Allein die Anwerbung von Minderjährigen zu sexuellen Zwecken stellt bereits eine Verletzung ihrer Freiheit und sexuellen Unversehrtheit dar und rechtfertigt somit ein strafrechtliches Eingreifen.

 

Die Operation „Fake Manager“ mit insgesamt 61 identifizierten Opfern unterstreicht, wie wichtig es ist, Familien und Kinder über die Gefahren des sogenannten „Groomings“ aufzuklären – also der gezielten Manipulation Minderjähriger durch Erwachsene, um deren Vertrauen zum Zweck des sexuellen Missbrauchs zu gewinnen. Die von dem Festgenommenen ausgehende Gefahr lag nicht nur in seiner Fähigkeit zur Täuschung und Überredung, sondern auch in seiner rücksichtslosen Missachtung der Justizbehörden, indem er seine Aktivitäten während der laufenden Ermittlungen fortsetzte.

 

Dank der Arbeit der Guardia Civil konnte nicht nur eine hochgefährliche Person neutralisiert werden, sondern es konnten auch die notwendigen Beweise erbracht werden, um den Opfern die psychologische und rechtliche Unterstützung zu bieten, die sie nach der lang anhaltenden Manipulation benötigen.

 

Die Ermittlungen wurden vom Kriminalpolizeiteam von Vecindario geführt und an das zuständige Amtsgericht von San Bartolomé de Tirajana weitergeleitet.

 

 

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