Dienstag, 16. Juni 2026
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Stromnotstand in Juan Grande: Endesa steht in Süd-Gran Canaria vor einer „unmöglichen“ Herausforderung hinsichtlich der Einhaltung von Lieferterminen.

Stromnotstand in Juan Grande: Endesa steht in Süd-Gran Canaria vor einer „unmöglichen“ Herausforderung hinsichtlich der Einhaltung von Lieferterminen.

MASPALOMAS24H Freitag, 28. November 2025

Das Ministerium für den ökologischen Wandel hat das Kraftwerk Juan Grande zum Zentrum des Stromerzeugungsprojekts auf Gran Canaria erklärt und den Auftrag an Endesa vergeben. Experten halten die Festlegung eines Fertigstellungstermins (31. Dezember 2028) für die Inbetriebnahme der neuen Anlagen jedoch für „unrealistisch“, da der Bau und die Inbetriebnahme solcher Infrastrukturen üblicherweise fünf bis zehn Jahre dauern.

Der Wettlauf gegen die Zeit, um das Stromnetz der Kanarischen Inseln vor Stromausfällen zu schützen, hat mit der Veröffentlichung des vorläufigen Beschlusses des Ministeriums für den ökologischen Wandel (MITECO) seine kritischste Phase erreicht. Der Beschluss konzentriert sich auf bestehende Standorte, wobei die Kraftwerke Juan Grande und Jinámar auf Gran Canaria eine Vorreiterrolle einnehmen.

Branchenkennern zufolge ging Endesa als klarer Gewinner der Ausschreibung hervor und übernahm die Installation neuer Kapazitäten sowie die Modernisierung veralteter Anlagen in den Kraftwerken auf Gran Canaria und Teneriffa. Die Entscheidung des Ministeriums, bestehende Standorte wie Juan Grande zu nutzen, beruht auf deren Wirtschaftlichkeit, da dies die Anbindung an das Stromnetz vereinfacht.

Das Unternehmen muss schätzungsweise fast eine Milliarde Euro in seine Projekte auf den Kanarischen Inseln investieren, um Anlagen zu ersetzen, von denen einige über 50 Jahre alt sind. Der umstrittenste Aspekt des MITECO-Beschlusses ist die Frist: der 31. Dezember 2028. Dieser kurze Zeitraum von drei Jahren hat eine Flut von Einsprüchen sowohl von den Gewinnerunternehmen (Endesa, Disa, Sampol und Satocan) als auch von den ausgeschlossenen Unternehmen ausgelöst.

Branchenexperten wie Carlos Medina, Dekan der Ingenieurkammer der Ostkanarischen Inseln, haben wiederholt davor gewarnt, dass die Installation der im Rahmen der Ausschreibung ausgeschriebenen knapp 1.000 MW Leistung im Durchschnitt zwischen fünf und zehn Jahren dauern wird, da der Bau der neuen Anlagen und die Durchführung der komplexen Umweltverfahren erforderlich sind.

Das Ministerium für den ökologischen Wandel (MITECO) hat die Ausschreibung über zwölf Jahre verzögert, was zu der aktuellen Stromknappheit und einem hohen Risiko eines vollständigen Stromausfalls geführt hat. Nun fordert es von den Unternehmen eine Ausführungsgeschwindigkeit, die die Branche für unrealistisch hält.

Die Eile des Ministeriums wird durch eine Klausel unterstrichen, die es erfolgreichen Bietern ermöglicht, nach Ablauf der Einspruchsfrist straffrei vom Vergabeverfahren zurückzutreten – ein Ausweg, den Unternehmen angesichts der Unsicherheit in Betracht ziehen. Neben den Fristen ist die Vergütung der zweite große Streitpunkt. Unternehmen bemängeln, dass die Resolution keine Angaben zur Höhe der Vergütung für die Stromerzeugung enthält, obwohl die Gesamtinvestition in die Ausschreibung 1.500 Milliarden Euro übersteigt.

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