Dienstag, 16. Juni 2026
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Das finanzielle Rätsel von Maspalomas: Tirajana verzeichnete 2023 einen Anstieg der Kapitaltransfers um 5.772 %.

Das finanzielle Rätsel von Maspalomas: Tirajana verzeichnete 2023 einen Anstieg der Kapitaltransfers um 5.772 %.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Freitag, 28. November 2025

San Bartolomé de Tirajana mit seinen 54.668 Einwohnern schloss das Jahr 2023 mit einem nichtfinanziellen Defizit von 42 Millionen Euro ab. Dieser Wert ist auf einen spektakulären Anstieg der Ausgaben für Kapitaltransfers um 5.772 % innerhalb eines einzigen Jahres zurückzuführen. Durch diesen beispiellosen Anstieg erreichten die Pro-Kopf-Ausgaben der Gemeinde ein Rekordniveau.

Der Haushaltsplan 2023 der Stadtverwaltung von San Bartolomé de Tirajana, dem touristischen Zentrum der Insel, offenbart ein Finanzumfeld mit außergewöhnlich hohen Ausgaben, die in einem Defizit von 41.964.696 € für das Jahr mündeten. Diese außerordentlichen Investitionen und Kapitalausgaben, die zwar für die Modernisierung der touristischen Infrastruktur notwendig waren, haben den Jahresabschluss 2023 erheblich belastet.

Die auffälligste Zahl, die einen Großteil des Ungleichgewichts erklärt, findet sich im Bereich der Investitionsausgaben. Die Kapitaltransfers (C7) stiegen von 896.130 € im Jahr 2022 auf 52.627.870 € im Jahr 2023. Dies entspricht einem Anstieg von 5.772,80 % innerhalb eines Jahres – eine Steigerung, die der Stadtrat selbst als Obergrenze für Ausgaben in dieser Kategorie (963 € pro Einwohner) anerkennt.

Diese massiven Kapitaltransfers, die häufig in die Zuweisung von Mitteln an externe Träger (wie kommunale Unternehmen oder Konsortien) für große Infrastruktur- oder Investitionsprojekte münden, haben die Pro-Kopf-Ausgaben der Gemeinde sprunghaft ansteigen lassen. Die Gesamtausgaben pro Kopf erreichten 2.692 €, fast das Doppelte des Durchschnitts vergleichbar großer spanischer Gemeinden (1.335 €) und deutlich über dem Provinz-Höchstwert (1.305 €).

Die Pro-Kopf-Investitionsausgaben erreichten 1.096 €, was sowohl den Mindestwert (4 €) als auch den Höchstwert (410 €) für vergleichbare Gemeinden in Spanien überstieg. Trotz des beträchtlichen Haushaltsdefizits zeigt die laufende Haushaltsführung der Gemeinde eine solide Bilanz. Der Stadtrat erzielte Bruttoeinsparungen von 10,3 Millionen € (laufende Einnahmen abzüglich laufender Ausgaben), was belegt, dass die laufende Geschäftstätigkeit rentabel ist und die Ausgabenrichtlinie eingehalten wird. Die Gesamteinnahmen stiegen im Vergleich zu 2022 um 18,83 %, insbesondere aufgrund der gestiegenen Grunderwerbskosten (plus 495,91 % auf 5.376.762 €) und der indirekten Einnahmen (plus 156,46 % auf 6.101.364 €), was die Erholung der Wirtschaft in der Region widerspiegelt. 

 

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