Die Energieplanung im Süden Gran Canarias kommt wieder in Schwung. Die Generaldirektion für Energie hat Naturgy Renovables Canarias die Genehmigung erteilt, die Planung des Windparks El Tabaibal, einer 4,7-MW-Anlage zwischen Santa Lucía de Tirajana und Agüimes, anzupassen. Der Beschluss sieht zudem eine außerordentliche Fristverlängerung vor, die für den weiteren administrativen Fortschritt des Projekts unerlässlich ist.
Der Südosten der Kanarischen Inseln, der sich vor zwei Jahrzehnten zum größten Zentrum für erneuerbare Energien entwickelt hat, hat einen weiteren Schritt zur Neugestaltung seines Windkorridors unternommen. Der Windpark Tabaibal ist Teil einer Region, in der bereits zahlreiche Windparks von Unternehmen wie Naturgy, Iberdrola, Ecoener und anderen in Betrieb oder in Planung sind.
Die genehmigte Änderung ermöglicht es Naturgy, das Projekt an neue technische und ökologische Anforderungen anzupassen. Die wichtigste Änderung ist der Austausch der Enercon E-92 Windkraftanlagen durch kompaktere E-82 Modelle, die besser an die Topografie des Gebiets angepasst sind. Diese Anpassung reduziert die optische Beeinträchtigung und erleichtert die Installation auf bereits ausgewiesenen Flächen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reduzierung von Neubauten entlang der Stromleitung. Naturgy wird bestehende Leitungen anderer nahegelegener Kraftwerke nutzen, wodurch Aushubarbeiten minimiert und die Belastung eines Gebiets mit hoher Dichte an Energieinfrastruktur verringert wird. Die Regierung schätzt diesen Ansatz zur „Optimierung des Stromkorridors“ besonders.
Parallel dazu verlegt das Unternehmen das Kontrollgebäude und die Schaltzentrale innerhalb desselben Geländes. Außerdem werden neue Fernsteuerungs- und Niederspannungsanlagen installiert, die für die Verbesserung der digitalen Anlagensteuerung und deren Angleichung an aktuelle Fernsteuerungsstandards unerlässlich sind.
Die Änderung hat die im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgeschriebene Umweltprüfung bestanden. Die Unterlagen wurden an die Generaldirektion Klimaschutz weitergeleitet, die feststellte, dass die Änderungen die erwarteten Auswirkungen nicht wesentlich verändern. Das Projekt muss die vollständige Bewertung nicht erneut durchführen, die bestehenden Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen müssen jedoch beibehalten werden.
Mit diesem Schritt festigt Naturgy seine Position in der Region Pozo Izquierdo–Arinaga, einer der windkraftstärksten Regionen des Archipels. Für das Unternehmen ist die Verlängerung des durch das Königliche Gesetzesdekret 23/2020 festgelegten administrativen Meilensteins in Zeiten zunehmenden Regulierungsdrucks und steigender Kosten von entscheidender Bedeutung.
Der Südosten kommt damit seinem historischen Ziel näher: die Energieunabhängigkeit der Insel zu stärken und die Dekarbonisierung zu beschleunigen. Die Bearbeitung des Windparks El Tabaibal bestätigt, dass die Energiewende auf Gran Canaria voranschreitet und dabei technische Anpassungen, bürokratische Hürden und territoriale Gleichgewichte bewältigt, ohne an Dynamik einzubüßen.











