Dienstag, 16. Juni 2026
Maspalomas24h
Die Veruntreuung von Geldern im Australia Apartment Complex im Süden von Gran Canaria wurde bestätigt.

Die Veruntreuung von Geldern im Australia Apartment Complex im Süden von Gran Canaria wurde bestätigt.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Freitag, 21. November 2025

Die Staatsanwaltschaft hat die Eröffnung des beschleunigten Verfahrens vor dem Provinzgericht Las Palmas gegen MGLL, den ehemaligen Vorsitzenden der Eigentümergemeinschaft der Wohnanlage Apartamentos Australia in San Bartolomé de Tirajana, und gegen AMTF, die als Verwalterin und Buchhalterin fungierte, beantragt. Kern der Anklage ist die mutmaßliche Veruntreuung von Gemeinschaftsgeldern durch die beiden Angeklagten zwischen 2008 und 2011 im Rahmen eines „vorab festgelegten Plans und in gegenseitiger Absprache“.

Laut der Anklageschrift, die Maspalomas24H vorliegt, haben MGLL, seit 2006 Präsident, und AMTF, seit 2008 Verwalter, ihre Pflicht zur Verwaltung des Vermögens zum Wohle der Gemeinschaft verletzt und das Kapital für ihren eigenen unrechtmäßigen persönlichen Vorteil veruntreut. Dieses mutmaßliche Komplott wurde durch die Doppelrolle der Angeklagten begünstigt: Beide waren zusammen mit einem Dritten Mitverwalter der Gesellschaft GTA, die vom Verwaltungsrat mit der Verwaltung des touristischen Betriebs des Komplexes beauftragt worden war.

Da der ehemalige Präsident MGLL über Zeichnungsberechtigung für die Bankkonten der Gemeinschaft verfügte, wurden zahlreiche Banktransaktionen durchgeführt, ohne dass diese in den offiziellen Buchhaltungsunterlagen von Apartamentos Australia erfasst wurden. Die mutmaßliche Veruntreuung beläuft sich auf insgesamt 107.736,10 €, die auf folgende Weise erlangt wurde: 26.748,31 € wurden durch 39 Schecks und drei Inhaberwechsel, die zwischen 2008 und 2011 ausgestellt und direkt vom Angeklagten MGLL eingelöst wurden, gestohlen. Weitere 44.844,07 € wurden durch Schecks und Wechsel, die auf den Namen der Gemeinschaft ausgestellt waren, abgehoben, ohne dass der Verwalter AMTF die entsprechenden Zahlungsbestätigungen ausstellte, wodurch die Veruntreuung der Gelder erleichtert wurde.

29.890,41 € wurden missbräuchlich verwendet, um Gehälter von Mitarbeitern von Unternehmen zu zahlen, die in direkter Verbindung zu den Angeklagten stehen, wie beispielsweise KGE, SL (deren alleiniger Verwalter AMTF war) und SESCB, ohne dass die Wohnungseigentümergemeinschaft dies genehmigt oder ein Arbeitsverhältnis mit diesen Mitarbeitern unterhalten hatte. Weitere 6.253,31 € wurden laut Staatsanwaltschaft zur Begleichung von Rechnungen der Unternehmen GTA, KGE SL und SESCB verwendet, ohne dass diese Unternehmen Leistungen für die Wohnungseigentümergemeinschaft erbracht hatten.

Das Gerichtsverfahren verzögerte sich in zwei längeren Zeiträumen (2015–2016 und 2020–2021) aus Gründen, die den Angeklagten nicht zuzuschreiben sind. Nach der Übertragung des Falles hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben und ihr Interesse an der Eröffnung der mündlichen Verhandlung vor dem Provinzgericht gegen MGLL und AMTF bekundet. Diese förmliche Feststellung impliziert, dass die Staatsanwaltschaft die Beweislage für eine Straftat (mutmaßliche fortgesetzte Veruntreuung und Vertrauensbruch) als ausreichend erachtet, um den Fall vor dem höchsten Provinzgericht zu verhandeln.

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