Mittwoch, 20. Mai 2026
Maspalomas24h
Es liegen bereits Daten über den Zusammenbruch des Ferienwohnungsmarktes im Süden von Gran Canaria vor.

Es liegen bereits Daten über den Zusammenbruch des Ferienwohnungsmarktes im Süden von Gran Canaria vor.

Gara Hernández - M24h Montag, 17

Der Ferienwohnungsmarkt im Süden Gran Canarias zeigt deutliche Anzeichen eines gravierenden und alarmierenden Einbruchs, der – den Daten vom Oktober 2025 zufolge – der üblichen Hochsaison widerspricht und laut offiziellen Angaben des Tourismusverbands Gran Canaria auf einen drastischen Umsatzrückgang hindeutet. Prognosen für die Hochsaison (November 2025 bis Januar 2026) zeichnen zwar ein optimistisches Bild und gehen von einem Anstieg des durchschnittlichen Tagespreises (ADR) auf 160 bis über 180 Euro und einem Umsatzmaximum von bis zu 29 Millionen Euro im Dezember aus, dank der hohen Preise für Urlaubsreisen. Diese Hoffnungen auf zukünftige Rentabilität können die aktuelle Krise, die sich in den Oktoberdaten widerspiegelt, jedoch nicht abmildern. 

 

Der Zusammenbruch ist bereits im Gange, da der Markt einen unerklärlichen und schädlichen strukturellen Rückgang bei Volumen und Auslastung erlebt. Dies erzwingt eine Umstrukturierung, die die langfristige Tragfähigkeit des Massenvermietungsmodells für Ferienwohnungen im Süden Gran Canarias in Frage stellt. Der Markt hat einen direkten Umsatzrückgang erlitten, der Gesamtumsatz sank von 22,1 Millionen Euro auf 21,7 Millionen Euro, was einem Rückgang von 1.93 % entspricht. Dieser Umsatzrückgang im entscheidenden Monat, der den Beginn des europäischen Winters markiert, spiegelt ein strukturelles Problem wider, das, wenn es nicht angegangen wird, die Fähigkeit der Insel gefährdet, ein verlässlicher Wirtschaftsmotor für die Europäische Union zu sein.

Hauptmerkmal dieser Strukturkrise ist der physische Verlust von Infrastruktur und der daraus resultierende Kapazitätsrückgang. Innerhalb nur eines Jahres ging das Angebot um 264 Objekte (ein Rückgang von 1.80 %) zurück, und insgesamt 1.773 Unterkünfte (ein Minus von 3,17 %) fielen weg. Die Gesamtkapazität liegt nun bei 54.157 Betten. Dieser Angebotsrückgang ist ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass Eigentümer ihre Immobilien vom Ferienmarkt zurückziehen. Dies lässt auf ein mangelndes Vertrauen in die Stabilität der Marktbedingungen und die langfristige Rentabilität schließen.

Dieses Szenario des reduzierten Angebots wird durch eine deutliche Nachfrageschwäche noch verschärft, da die Auslastungsrate von 39,78 % auf 38,22 % einbrach, was einem Rückgang um 1.56 Prozentpunkte (3.92 %) entspricht. Die Tatsache, dass die Auslastung trotz des geringeren Angebots sinkt, ist der überzeugendste Beweis dafür, dass die reale Nachfrage nachgelassen hat. 

Trotz des schwierigen Marktumfelds verteidigen die Manager die Preise vehement, da der durchschnittliche Tagespreis (ADR) nahezu unverändert blieb und von 149,70 € auf 149,65 € sank (eine negative Veränderung von lediglich -0.03 %). Dieses Einbüßen von Buchungsvolumen zugunsten der Preisstabilität bei gleichzeitig stabiler durchschnittlicher Aufenthaltsdauer von 5,3 Tagen (ein leichter Anstieg um 0,95 %) ist die direkte Ursache für den Rückgang der Auslastung und verdeutlicht eine Starrheit, die sich der Markt nicht leisten kann.

 

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