Mittwoch, 17. Juni 2026
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Las Palmas: Pedro Ortega prüft die Abschaffung der Amtszeitbegrenzung im Arbeitgeberverband.

Las Palmas: Pedro Ortega prüft die Abschaffung der Amtszeitbegrenzung im Arbeitgeberverband.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Mittwoch, 29. Oktober 2025

Der Präsident des kanarischen Arbeitgeberverbands (CCE), Pedro Ortega, prüft derzeit eine Gesetzesreform, die die derzeitige Amtszeitbeschränkung aufheben würde. Im Erfolgsfall würde diese Änderung es ihm ermöglichen, auf unbestimmte Zeit an der Spitze der einflussreichsten Wirtschaftsorganisation der Provinz Las Palmas zu bleiben.

 

Informationen von Maspalomas24H zufolge hat Ortega informelle Gespräche innerhalb des Exekutivkomitees eingeleitet, um die zeitliche Begrenzung des Präsidentenamtes aufzuheben. Er stellte die Maßnahme als „technische Aktualisierung“ der Satzung dar. Der Vorschlag hat jedoch bereits in verschiedenen Wirtschaftszweigen – insbesondere in der Tourismusbranche im Süden Gran Canarias – Besorgnis ausgelöst. Sie interpretieren den Schritt als Versuch, institutionellen Schutz zu erlangen.

 

„Der CCE erlebt eine Anomalie: Ihm steht nicht ein Geschäftsmann vor, sondern ein leitender Angestellter. Und das verändert die Bedeutung von Repräsentation“, bemerkte ein befragter Hotelier.

 

Die Initiative eröffnet eine breitere Debatte über die interne Governance des CCE. In den letzten Jahren hat sich die Struktur des Arbeitgeberverbands zunehmend bürokratisiert. Ein erheblicher Teil seiner Mittel stammt mittlerweile aus Ausbildungsprogrammen, die von der kanarischen Regierung und europäischen Fonds subventioniert werden. Dadurch ist der Verband in gewissem Maße von öffentlichen Mitteln abhängig.

 

„Wenn die Führung dauerhaft sein kann und das Geld vom Staat kommt, verschwimmt die Grenze zwischen einer privaten Organisation und einer öffentlichen Einrichtung“, meint ein Industrieunternehmer.

 

Inzwischen haben einige Kollegen auf den merkwürdigen Zustand der Satzung des CCE hingewiesen: In einer der digitalen Versionen erscheint ein Abschnitt mit unleserlichem Text, der wörtlich lautet: „Q:|`$傐*!�[)蛡�Y)〆迸E瓺HNI+桚�(u6橍€洞砸w蓜J]鈱��讜領qy2μ�)oY赌+萔桺諕1,%"*V豝�“. Eine unbeabsichtigte Ironie – sagen manche – hinsichtlich des Grads an dokumentarischer Transparenz des Bundes.

 

Reaktionen im Tourismussektor

 

Der Vorschlag hat bei den Wirtschaftsführern im Süden Gran Canarias, wo die wichtigsten Tourismuskonzerne konzentriert sind, für Unruhe gesorgt. Branchenkreise betonen, Ortegas Präsidentschaft sei nie direkt mit dem Industriesektor verbunden gewesen. Sie sind der Ansicht, dass die Abschaffung der Amtszeitbeschränkung „eine Figur institutionalisieren würde, die eher administrativer als unternehmerischer Natur ist“.

 

In diesem Zusammenhang wird auch darauf hingewiesen, dass das CCE innerhalb des nationalen CEOE an Einfluss verloren hat und dass seine Rolle im Dialog mit der Regionalregierung zunehmend formaler Natur ist und sich mehr auf die Verwaltung von Subventionen als auf die Verteidigung von Geschäftsinteressen konzentriert.

 

Kontext und politischer Hintergrund

 

Die Debatte über die Amtszeitbegrenzung fällt in eine Zeit, in der die kanarischen Wirtschaftsverbände ihre Rolle in der regionalen Wirtschaft neu definieren, geprägt von europäischen Fördermitteln und der Energiewende. Sollte die Reform bestätigt werden, würde sie Ortegas Macht in einer Zeit der zunehmenden Vermischung von öffentlichem und privatem Sektor festigen.

 

Ein langjähriges Mitglied der Konföderation bringt es auf den Punkt: „Beim CCE verspricht jede Gesetzesreform eine Modernisierung der Institution, doch fast immer führt sie dazu, dass die Kontrolle derjenigen, die bereits im Amt sind, noch verstärkt wird.“

 

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