Mittwoch, 17. Juni 2026
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Lopesan profitiert von der Krise im Mar Abierto und beschleunigt seine Vermögensstrategie, um den Immobilienmarkt auf Gran Canaria zu dominieren.

Lopesan profitiert von der Krise im Mar Abierto und beschleunigt seine Vermögensstrategie, um den Immobilienmarkt auf Gran Canaria zu dominieren.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Dienstag, 28. Oktober 2025

In einem Jahr, in dem spanische Hotelketten mehr als eine Milliarde Euro in Akquisitionen investiert haben – und damit mehr als institutionelle Fonds (40 % Marktanteil gegenüber 37 %) –, entwickelt sich die Lopesan-Gruppe zu einem der aggressivsten Akteure in ihrer Strategie zur Marktkonsolidierung. Die auf den Kanarischen Inseln ansässige Kette nutzt die durch den Boom bei Auslastung und Preisen generierte Liquidität, um ihre beherrschende Stellung auf dem Tourismusimmobilienmarkt zu stärken und profitiert dabei oft von den Schwierigkeiten ihrer lokalen Konkurrenten.

Unter der Leitung von Eustasio López hat Lopesan in den vergangenen zwölf Monaten strategisches Kapitalmanagement bewiesen, indem es seine Akquisitionen auf zwei entscheidende Fronten konzentrierte. Einerseits findet eine Konsolidierung auf dem Heimatmarkt (Gran Canaria) statt: Der jüngste und taktisch klügste Schachzug ist die Vergabe von drei Hotels in Taurito – Livvo Lago Taurito, Livvo Valle Taurito und Livvo Costa Taurito – zusätzlich zur Konzession für das Hotel Las Tirajanas für 85 Millionen Euro. Diese Transaktion ist ein taktischer Erwerb von erstklassigem Land, da die Vermögenswerte aus dem Konkursverfahren von Mar Abierto (Familie Santana Cazorla) stammen. Durch die Übernahme von Vermögenswerten eines schwächelnden Konkurrenten erweitert Lopesan nicht nur sein Portfolio, sondern schaltet auch einen Rivalen aus und stärkt sein geografisches Monopol im Süden von Gran Canaria.

Vor fast einem Jahr markierte die Übernahme des legendären Hotels Miguel Ángel für 200 Millionen Euro in Zusammenarbeit mit Stoneweg den offiziellen Einstieg von Lopesan in den spanischen Markt für gehobene Stadthotels. Dieser Schritt diversifiziert das Risiko über die Monokultur des Tourismus hinaus und positioniert Lopesan neben den großen Kapitalbeteiligungen im Finanzzentrum.

Der wichtigste Indikator für Lopesans aggressive Investitionen sind die fortgeschrittenen Verhandlungen über das legendäre Hotel Bahía del Duque auf Teneriffa. Marktberichte beziffern den Wert des Objekts auf mindestens 320 Millionen Euro, wobei Quellen vermuten lassen, dass der Endpreis höher ausfallen könnte. Sollte diese Transaktion zustande kommen, würde Lopesan nicht nur eines der wertvollsten Luxusgüter Spaniens erwerben, sondern auch die strategische Kontrolle über die drei Inseln (Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa) erlangen und damit seine regionale Führungsposition nahezu unangefochten festigen. Diese Art von Akquisitionen, bei denen sich familiengeführte Ketten mit einer langfristigen Vision gegenüber institutionellen Fonds durchsetzen, die hohe kurzfristige Renditen fordern, ist der Trend, der den spanischen Tourismusimmobilienmarkt prägt.

Analysten von CBRE und Colliers sind sich einig, dass der Vorteil von Familienketten wie Lopesan in ihrer Fähigkeit liegt, Akquisitionen ohne vorherige Finanzierung zu tätigen und komplexe Transaktionen aus rechtlicher und steuerlicher Sicht flexibel abzuwickeln. Die durch die Erholung nach Covid generierten Einnahmen und Rekordpreise haben es ihnen ermöglicht, sich gegenüber anderen Fonds durchzusetzen. Indem Lopesan sowohl Eigentümer als auch Betreiber des Hotels ist, garantiert das Unternehmen eine langfristige, ergänzende Rendite – eine Strategie, die im Gegensatz zum Asset-Light-Modell steht, das von Konkurrenten wie Meliá bevorzugt wird. Im Wesentlichen setzt Lopesan stark auf kanarische Immobilien und gibt in seinen Kernmärkten die Spielregeln für Preise und Qualitätsstandards vor.

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