Freitag, 13. März 2026
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Der Süden Gran Canarias verliert seinen treuesten Touristen: die besorgniserregende Flucht vom Festlandmarkt

Der Süden Gran Canarias verliert seinen treuesten Touristen: die besorgniserregende Flucht vom Festlandmarkt

YURENA VEGA - M24H Donnerstag, 11

Daten aus der Wintersaison 2025 haben im Tourismussektor Gran Canarias Alarmglocken schrillen lassen. Der Bericht, der einen allgemeinen Rückgang der Besucherzahlen auf der Insel zeigt, offenbart eine besonders tiefe Kluft in der Beziehung zum Inlandsmarkt. Die Aufzeichnungen bestätigen, dass der Zustrom von Touristen von der Halbinsel massiv eingebrochen ist. In einem einzigen Quartal sank die Zahl um 87.342 Reisende. Diese Zahl stellt nicht nur den größten Einzelverlust aller Märkte dar, sondern entspricht auch einem besorgniserregenden Rückgang von -8,4 %.

Während die Insel darum kämpft, ihre internationalen Besucher zu halten, ist der drastische Rückgang des Festlandtourismus der Hauptgrund für die Saison. Allein dieser Verlust von fast 90.000 Reisenden macht den größten Teil des gesamten Touristenrückgangs auf Gran Canaria aus. Dieser Rückgang wirft ernsthafte Fragen über die Attraktivität der Insel für ihren engsten und traditionell treuen Kundenstamm auf.

Dieser Trend steht im krassen Gegensatz zu Märkten wie Großbritannien, das ein deutliches Wachstum verzeichnet. Dieser isolierte Erfolg reicht jedoch nicht aus, um die Unzufriedenheit der einheimischen Reisenden auszugleichen. Die Abwanderung der Festlandtouristen ist ein direkter Schlag ins Herz des Tourismusmodells der Insel, das nun vor der Herausforderung steht, die Gründe für den Verlust der Gunst eines so wichtigen Publikums zu entschlüsseln. Die Branche steht nun vor der Herausforderung, die Ursachen für diesen besorgniserregenden Rückgang zu verstehen und eine Strategie zu entwickeln, um das Interesse der Festlandreisenden zurückzugewinnen, deren Unterstützung für die Stabilität und das zukünftige Wachstum Gran Canarias als Reiseziel von grundlegender Bedeutung ist.

Die Wintersaison 2025 auf den Kanarischen Inseln wird ein bittersüßes Ende haben. Obwohl der Archipel ein Gesamtwachstum von 0,5 Prozent bei den Touristenankünften verzeichnete und die Zahl von 11 Millionen Besuchern übertraf, offenbart eine detaillierte Analyse der Daten tiefe Besorgnis. Der bescheidene Gesamtanstieg verdeckt einen besorgniserregenden Rückgang in Märkten, die traditionell die Säulen des kanarischen Tourismus bildeten.

Haupttreiber dieses leichten Anstiegs war Großbritannien. Der britische Markt verzeichnete einen Zustrom von über 136.000 Touristen, was einem deutlichen Anstieg von 4,3 % entspricht und seine Position als Hauptquelle der Besucher der Inseln festigt. Weitere signifikante Zuwächse wurden in der Tschechischen Republik (+71,3 %), Portugal (+15,2 %) und der Schweiz (+11,4 %) verzeichnet, was auf eine Diversifizierung der Herkunft der Reisenden hindeutet.

Das große schwarze Loch: Der Untergang Deutschlands und der Halbinsel

Die starke Entwicklung des britischen Marktes konnte die Enttäuschung auf zwei der wichtigsten Märkte jedoch nicht ausgleichen. Der deutsche Tourismus musste einen Rückgang von über 66.500 Besuchern hinnehmen, ein Minus von 3,6 Prozent. Das ist ein schwerer Schlag für ein traditionell beliebtes Reiseziel der Deutschen. Am stärksten betroffen ist jedoch der Inlandsmarkt. Der Zustrom von Touristen von der Halbinsel ist drastisch um über 127.000 Personen zurückgegangen, was einem Rückgang von 4,6 Prozent entspricht. In absoluten Zahlen ist dies der stärkste Rückgang in der gesamten Tabelle und wirft ernsthafte Fragen zur Attraktivität der Inseln für inländische Reisende auf.

Kurz gesagt: Die Wintersaison 2025 hinterlässt ein Gefühl der Verwundbarkeit. Das globale Wachstum ist zwar erfreulich, kann aber die Erosion wichtiger Märkte nicht verbergen. Die Kanarischen Inseln scheinen zunehmend von der Stärke einiger weniger Quellmärkte abhängig zu sein, um den besorgniserregenden Vertrauensverlust und den Zustrom ihrer traditionelleren Säulen auszugleichen. Dies stellt eine strategische Herausforderung für die Zukunft des Sektors dar.

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