Freitag, 13. März 2026
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Tourismus im Süden Gran Canarias: Einbruch der durchschnittlichen Ausgaben pro Besucher

Tourismus im Süden Gran Canarias: Einbruch der durchschnittlichen Ausgaben pro Besucher

YURENA VEGA - M24H Mittwoch, 10

Der von der Handelskammer von Gran Canaria und Excelcan vorgelegte Bericht zur Tourismuslage für das zweite Quartal 2025 kommt zu einem beunruhigenden Ergebnis: Der Tourismus auf den Kanarischen Inseln spielt weiterhin eine zentrale Rolle in der Wirtschaft, zeigt jedoch erste Anzeichen einer Schwächung seiner Fähigkeit, mittelfristig Wohlstand zu schaffen.

 

Obwohl zwischen April und Juni 4,1 Millionen Touristen ankamen – eine Zahl, die auf den ersten Blick positiv erscheinen mag – stellt sie im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres einen deutlichen Rückgang dar, was die starke Saisonabhängigkeit der Kanarischen Inseln widerspiegelt.

 

Geringere durchschnittliche Ausgaben pro Tourist

 

Der Bericht zeigt, dass die Gesamtausgaben 4.400 Milliarden Euro erreichten, nur 3,5 Prozent mehr als im Jahr 2024. Dieser Anstieg ist jedoch ausschließlich auf das höhere Besucheraufkommen zurückzuführen. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Tourist sinken weiterhin, was die Fähigkeit des Archipels, mehr wohlhabende Besucher anzuziehen, in Frage stellt.

 

Ausländischer Tourismus rückläufig

 

Ein weiterer besorgniserregender Umstand ist der Rückgang des internationalen Tourismus, der nach wie vor die eigentliche treibende Kraft der Branche ist. Der Inlandsmarkt, der nur 12,7 % des Gesamtvolumens ausmacht, kann diesen Verlust nicht ausgleichen, sodass die Kanarischen Inseln der Volatilität der europäischen Quellmärkte ausgesetzt sind.

 

Zusammenbruch des Wohnungs- und Transportsektors

 

Die Aufschlüsselung der Posten spiegelt die Verlangsamung deutlich wider: Beherbergung: ein Rückgang von 960 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Quartal; nationaler und internationaler Transport: ein Rückgang von 760 Millionen Euro; und Catering: ein Verlust von 215 Millionen Euro in nur drei Monaten.

 

Der Quartalsvergleich verdeutlicht die strukturelle Fragilität des Tourismus auf den Kanarischen Inseln, wo Schwankungen zwischen Hoch- und Nebensaison eine echte Stabilität verhindern.

 

Die Freizeit wächst … aber es reicht nicht

 

Auch die damit verbundenen Sektoren wie Freizeit (203 Millionen, +19 Millionen im Jahresvergleich) und Nahrungsmittel (684 Millionen, +8,3 %) verzeichneten leichte Zuwächse, doch im Vergleich zum Zusammenbruch der Grundpfeiler handelt es sich dabei immer noch um marginale Zuwächse.

 

Eine Wirtschaft, die von übermäßiger Abhängigkeit bedroht ist

 

Der Bericht bestätigt keinen soliden Trend, sondern weist vielmehr auf ein wachsendes Risiko der Stagnation hin: Die Kanarischen Inseln sind zunehmend von der Bruttobesucherzahl abhängig, während deren durchschnittliche Ausgaben und Treue leiden. Der Archipel zieht weiterhin Millionen von Touristen an, doch die Ausgaben pro Person sinken immer mehr, was die Fähigkeit des Sektors schwächt, Arbeitsplätze und Investitionen zu sichern.

 

Kurz gesagt spiegeln die Daten für das zweite Quartal 2025 die andere Seite des kanarischen Tourismus wider: ein Riese auf tönernen Füßen, der weiterhin die regionale Wirtschaft antreibt, aber deutliche Anzeichen einer Anfälligkeit für Saisonalität und den Verlust der Qualität der Touristenausgaben zeigt.

 

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