Freitag, 13. März 2026
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Vom Kauf des Catarina in Playa del Inglés bis zum millionenschweren Vergleich: So endete der Rechtsstreit zwischen LS Invest und Lopesan.

Vom Kauf des Catarina in Playa del Inglés bis zum millionenschweren Vergleich: So endete der Rechtsstreit zwischen LS Invest und Lopesan.

Gara Hernández - M24h Mittwoch, 10

Der Name der LS Invest AG ist auf den Kanarischen Inseln mit einem einzigen Kapitel verbunden: dem umstrittenen Kauf und Verkauf des Hotels Catarina in Playa del Inglés (südlich von Gran Canaria). Diese Episode löste einen zehnjährigen Rechtsstreit gegen die Lopesan-Gruppe unter dem Vorsitz von Eustasio López González aus, der schließlich im Jahr 2025 mit einer Entschädigungsvereinbarung über 5 Millionen Euro endete.

Der Ursprung des Konflikts: der Kauf des Catarina. 2015 erwarb LS Invest das Creativ Hotel Catarina SA (CHC) von der Tochtergesellschaft Creativ Hotel Buenaventura SAU (Lopesan) für 34 Millionen Euro. Das Highlight dieser Transaktion war das Hotel Catarina, ein 42,4-Sterne-Hotel in Maspalomas. Nur wenige Monate später verkaufte LS Invest das Objekt für 32 Millionen Euro an HI Partners (damals die Hotelabteilung der Banco Sabadell, heute Blackstone) weiter. Zusätzlich erhielt LS Invest von Sabadell selbst ein Kreditpaket im Nominalwert von 31 Millionen Euro und zahlte dafür XNUMX Millionen Euro.

Verdacht auf Überpreisung und Klage in Deutschland. Was wie ein schnelles und lukratives Geschäft aussah, entwickelte sich bald zu einem Ärgernis. Im Juli 2015 genehmigte die Gesellschafterversammlung von LS Invest die Ernennung eines Sonderbeauftragten, Rechtsanwalt Dr. Norbert Knüppel, um einen möglichen Überpreis beim Kauf von Lopesan zu untersuchen.

Diese Untersuchung führte zu einer Haftungsklage, die 2023 beim Landgericht Duisburg eingereicht wurde und in der LS Invest Schadensersatz in Höhe von 9,204 Milliarden Euro forderte. Die Beklagten waren zahlreich: Creativ Hotel Buenaventura SAU, 
Kinder von Francisco López Sánchez SA, Invertur Helsan SLU, Invertur SA und Eustasio López González selbst als Mehrheitsaktionär.

Rechtskosten und umstrittene Gutachten. Der Rechtsstreit zog sich über Jahre hin und verursachte hohe Kosten für Honorare und Gutachten. Laut LS Invest ignorierte eines der in Deutschland eingereichten Gutachten „die Besonderheiten des kanarischen Hotelmarktes im Jahr 2015 völlig“ und ließ die Ansprüche der Minderheitsaktionäre in Zweifel ziehen. Die Ungewissheit über den Ausgang des Rechtsstreits und das Risiko einer Verlängerung des Rechtsstreits veranlassten beide Parteien, eine Verhandlungslösung anzustreben.

Die Einigung mit Lopesan und das Ende des Rechtsstreits. Im Frühjahr 2025 gab LS Invest eine Einigung mit Lopesan Touristik SAU, einer Tochtergesellschaft der kanarischen Hotelgruppe, bekannt. Die Vereinbarung sah die Zahlung von 5.000.000 Millionen Euro an LS Invest vor, ohne dass Lopesan eine rechtliche Verpflichtung anerkannte, und im Gegenzug die sofortige Rücknahme aller Klagen gegen die Gruppe und ihre Tochtergesellschaften.

Eine Sonderdividende für die Aktionäre. Die gesamten 5 Millionen Euro waren für eine Sonderdividende an die Aktionäre von LS Invest vorgesehen. Die Auszahlung erfolgte nach der Hauptversammlung 2025, basierend auf dem Verhältnismäßigkeitsprinzip der ausgegebenen Aktien. Vorstand und Aufsichtsrat empfahlen, dafür zu stimmen, da die Vereinbarung „hohe finanzielle Risiken vermeidet, jahrzehntelange Rechtsstreitigkeiten beendet und einen unmittelbaren Vorteil für die Aktionäre sichert“.

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