Ein TUI-Flug von Amsterdam nach Gran Canaria musste am Sonntag notlanden, nachdem ein medizinischer Notfall bei einer schwangeren Passagierin an Bord gemeldet worden war. Branchenkreise warnen jedoch vor möglichen anfänglichen Koordinationsfehlern, die die Aktivierung der Notfallmaßnahmen verzögerten.
Nach Angaben der Fluglotsen hatte die Besatzung den medizinischen Notfall zu spät gemeldet, was eine hastige und schnelle Umstrukturierung des Flugverkehrs in der Region erforderlich machte.
Einige Luftfahrtexperten bezeichnen die anfängliche Reaktion angesichts der Schwere des Vorfalls als „ignorant“, obwohl das Notmanöver dem Flugzeug letztlich den Sinkflug und eine sichere Landung auf dem Flughafen von Gran Canaria ermöglichte.
Während des Anflugs ordnete das Kontrollzentrum von Enaire auf den Kanarischen Inseln den Luftraum neu, um der TUI-Maschine freie Bahn zu geben. Dieses Verfahren musste spontan improvisiert werden, was durch eine unmittelbarere und präzisere Kommunikation hätte vermieden werden können, heißt es in Branchenkreisen.
Am Boden warteten bereits medizinische Teams auf den Passagier, räumten jedoch ein, dass die Aktivierung des Notfallsystems langsamer als erwartet erfolgte. Die Koordination zwischen Besatzung, Fluglotsen und Rettungsdiensten konnte in den letzten Minuten vor der Landung normalisiert werden, sodass eine Eskalation der Situation zu einem größeren Zwischenfall verhindert werden konnte.
Ähnliche Vorfälle und ausstehende Lektionen
Dieser Vorfall erinnert an die Umleitung eines EasyJet-Fluges nach Santiago de Compostela im März 2025 aufgrund eines medizinischen Notfalls an Bord. Experten betonen, dass trotz der Vorbereitung von Notfallprotokollen Geschwindigkeit und Klarheit der Kommunikation weiterhin entscheidende Faktoren sind, die den Unterschied zwischen einem kontrollierten Betrieb und Flugchaos ausmachen können.











