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Sabina im Süden Gran Canarias: Das Betriebskapital macht kaum 6 % des Umsatzes aus

Sabina im Süden Gran Canarias: Das Betriebskapital macht kaum 6 % des Umsatzes aus

Yurena Vega - M24h Mittwoch, 27. August 2025

Seit 2011 ist Sabina Global in San Bartolomé de Tirajana als Großhändler für Parfüms und Kosmetikprodukte tätig. Hinter der kommerziellen Fassade verbirgt sich jedoch eine heiklere finanzielle Realität, als die Bilanzen vermuten lassen. Obwohl das Unternehmen das Jahr 2023 mit einem Umsatz von 32,2 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 990.617 Euro abschloss, offenbaren die Zahlen Spannungen, die seine Nachhaltigkeit gefährden könnten.

Im Jahr 2021 wurde das Unternehmen Partner von Intersport Spanien, das den Einkauf für dessen Verkaufsstellennetz koordiniert. Seit mehreren Jahren kämpft das Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten, die durch den Druck von Lieferanten, eine Verschuldung, die seine Handlungsfähigkeit einschränkt, und ein anhaltendes Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben, und der Beschränkung der verfügbaren Ressourcen verursacht werden. Die Franchise-Geschäfte im Einflussbereich von Sabina sind seit dem 16. August 2025 unter der Leitung eines Insolvenzverwalters in Betrieb, wenn auch mit erheblichen Schwierigkeiten, wie von einem Gericht in Barcelona angeordnet. Die Kombination aus hoher Verschuldung, knapper Liquidität und der Abhängigkeit von internen Krediten zeichnet ein Bild, in dem die künftige Rentabilität gefährdet sein könnte und jeder wirtschaftliche Schock die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens auf die Probe stellen würde.

Bei Sabina Global liegt die kurzfristige Verschuldung des Unternehmens bei besorgniserregenden 50,25 %, während die Schuldenqualität 89 % nicht übersteigt. Dies deutet darauf hin, dass für einen erheblichen Teil der Verbindlichkeiten keine soliden Garantien bestehen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigen 15 Millionen Euro, darunter Schulden bei Kreditinstituten in Höhe von fast 11 Millionen Euro. Das Betriebskapital beträgt kaum 6 % des Umsatzes und ist daher nicht ausreichend, um unvorhergesehene Ereignisse oder Nachfragerückgänge abzufedern.

Die Gewinnspanne mit einem Betriebsgewinn von nur 5,66 % des Umsatzes würde im Falle eines Zinsanstiegs kaum die Finanzierungskosten decken, und die Zinsdeckung liegt mit dem 3,71-Fachen weit von einem sicheren Niveau entfernt. Die Liquidität ist zwar etwas höher als in den Vorjahren (1,67-Faches), lässt aber dennoch nur ein geringes Polster für kurzfristige Fälligkeiten.

Die durchschnittliche Inkassofrist beträgt 170 Tage – ein beunruhigendes Zeichen dafür, dass das Unternehmen seine Kunden möglicherweise mit Eigenkapital finanziert. Die durchschnittliche Zahlungsfrist beträgt weiterhin 36 Tage, was zwar eine vorübergehende Entlastung darstellt, das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Mittelzuflüssen und -abflüssen jedoch nicht löst. Darüber hinaus liegt die finanzielle Rentabilität weiterhin bei bescheidenen 5,91 % und kann die Risiken, die sich aus einem Verschuldungsgrad von 201 % ergeben, bei weitem nicht ausgleichen. Das Umlaufvermögen von 25,2 Millionen Euro hängt stark von den Forderungen des Konzerns ab. Dies deutet auf einen internen Finanzierungszyklus hin, der die Zahlungsfähigkeit im Falle externer Rückschläge schwächen könnte.

Trotz dieser Zahlen scheint das Management optimistisch zu bleiben, doch die Bilanzen deuten darauf hin, dass das Unternehmen auf wackeligen Beinen steht. Mit einem EBITDA-Umsatz-Verhältnis von 5,84 % und einer Nettomarge von nur 3,08 % könnten Umsatzrückgänge, Zahlungsausfälle von Kunden oder erhöhte Finanzierungskosten die Gewinne schnell schmälern und die mittelfristige Stabilität von Sabina Global gefährden.

 

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