Mittwoch, 15. April 2026
Maspalomas24h
Der Süden Gran Canarias ist laut Bjurfors brandaktuell: Auf dem schwedischen Immobilienradar sind die Immobilienpreise bereits um 80 % gestiegen.

Der Süden Gran Canarias ist laut Bjurfors brandaktuell: Auf dem schwedischen Immobilienradar sind die Immobilienpreise bereits um 80 % gestiegen.

GH MASPALOMAS24H Freitag, 25. Juli 2025

Eines ist klar: Das Paradies ist nicht mehr billig. Und wer bleiben will, muss mit dem Rest der Welt konkurrieren. Die Sonne im Süden Gran Canarias scheint nicht nur für Touristen, sie heizt auch einen Immobilienmarkt an, der bei internationalen Käufern wieder begehrt ist. Laut dem Bjurfors Spain Index stiegen die Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln im Mai monatlich um 1,9 % und im Jahresvergleich um 18,2 %. Damit gehört der Archipel zu den Gebieten mit der höchsten Wertsteigerung des Landes. Obwohl der Bericht keine Aufschlüsselung nach Inseln oder Gemeinden vornimmt, konzentriert der Süden Gran Canarias – Maspalomas, Playa del Inglés, Meloneras und San Agustín – ein beträchtliches Interesse skandinavischer Käufer.

Der perfekte Sturm: Ferienwohnungen, begrenztes Angebot und neue globale Nachfrage

Was im Süden der Insel passiert, ist keine vorübergehende Modeerscheinung, sondern das Ergebnis einer perfekten Konstellation: ein begrenztes Angebot an Neubauten, wachsender Druck durch die Vermietung an Touristen und eine neue Welle globaler Investoren. Zu den traditionell britischen und deutschen Käufern gesellen sich nun auch Schweden, Amerikaner, Emiratis und sogar Polen mit hoher Kaufkraft. Die Folge: Viele Immobilien werden verkauft, bevor sie überhaupt auf den freien Markt gelangen. Diese Transaktionen erfolgen direkt, diskret und mit steigenden Preisen.

Der Neubau von Wohnimmobilien bleibt unterdessen verhalten, und die Durchschnittspreise auf den Kanarischen Inseln liegen laut Bjurfors mittlerweile bei über 3.000 €/m². Dies liegt deutlich über dem nationalen Durchschnitt (2.391 €/m²) und dem von Regionen wie Valencia und Tarragona.

Intensiver Mai: Abgeschlossene Geschäfte und wenige Gelegenheiten in Sicht

„Der Markt ist zunehmend selektiv, und wer nachrückt, zahlt mehr“, erklärt die schwedische Agentur. Und sie fügt hinzu: Die schwedische Krone hat gegenüber dem Euro an Wert gewonnen, was nordischen Käufern einen zusätzlichen Anreiz bietet. In der Praxis bedeutet der Kauf einer Immobilie in Spanien nun einen „Rabatt“ von fast 5 % für Käufer, die mit Kronen bezahlen.

In diesem Zusammenhang war der Mai ein Monat mit hoher Betriebsintensität: viele Besuche, viele Angebote, viele Verkäufe. Gleichzeitig kam es jedoch auch zu verstärkten Spannungen in der Stadtentwicklung in Gebieten wie Mogán und San Bartolomé de Tirajana, wo das Zusammenleben zwischen Einwohnern und Touristen durch den Immobiliendruck zunehmend beeinträchtigt wird.

Wie weit kann der Aufstieg gehen?

Bjurfors schätzt, dass die Preise bis 5 um weitere 10 bis 2025 % steigen könnten. Grund dafür sind Grundstücksknappheit, der Anstieg kurzfristiger Mieten und eine zunehmend preissensible internationale Nachfrage. Langfristig dürfte der Süden Gran Canarias seine Position als eines der begehrtesten Immobilienzentren des Landes festigen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, zu verhindern, dass der Ansturm auf Immobilien die einheimische Bevölkerung verdrängt.

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