Dienstag, 14. April 2026
Maspalomas24h
Der Süden Gran Canarias, das Epizentrum der Hotelinvestitionen: Jedes Zimmer ist mehr als 188.000 Euro wert.

Der Süden Gran Canarias, das Epizentrum der Hotelinvestitionen: Jedes Zimmer ist mehr als 188.000 Euro wert.

YV Maspalomas24h Montag, 14. Juli 2025

Maspalomas und Umgebung glänzen nicht nur unter der Touristensonne, sondern auch in den Büros internationaler Investoren. Der Hotelmarkt im Süden Gran Canarias, angetrieben von Reisezielen wie Meloneras, Playa del Inglés und San Agustín, erlebt derzeit eine seiner dynamischsten Phasen. Laut Colliers‘ Halbjahresbericht über Hotelinvestitionen in Spanien führen die Kanarischen Inseln das nationale Ranking klar an und erzielten im Jahr 648 bisher Transaktionen im Wert von 2025 Millionen Euro, 37 % des nationalen Gesamtvolumens, und übertrafen damit sogar große Hauptstädte wie Madrid und Barcelona.

 

Die auffälligste Statistik ist der Preis: Der durchschnittliche Preis pro Zimmer in Spanien erreichte 188.600 Euro. Branchenquellen zufolge liegt dieser Wert für 4- und 5-Sterne-Hotels im Süden Gran Canarias sogar noch höher, da Lage, Aussicht und internationale Attraktivität den Marktwert in die Höhe treiben. In Gegenden wie Maspalomas und Meloneras liegen die Preise für einige Hotelimmobilien bei jüngsten Transaktionen bei über 250.000 Euro pro Zimmer, insbesondere in Komplexen mit hoher Rentabilität oder Potenzial für eine Neupositionierung im Luxussegment.

 

Dieser Trend spiegelt das wachsende Interesse von Investmentfonds und großen Hotelketten wider, sich in etablierten, aber sich ständig verändernden Destinationen zu positionieren. Der Erfolg des Sonnen- und Strandtourismusmodells, kombiniert mit einem permanenten Veranstaltungskalender und modernisierten Unterkünften, hat den Süden Gran Canarias zu einem begehrten Standort auf der europäischen Investitionslandkarte gemacht. Colliers weist darauf hin, dass 63 % der nationalen Hotelinvestitionen in das Urlaubssegment fließen. Damit wird der Küstentourismus nach der kurzen städtischen Pause im Jahr 2024 wieder die Spitzenposition einnehmen.

 

Obwohl der Verkauf des Mare Nostrum Resorts auf Teneriffa – eine Transaktion im Wert von 430 Millionen Euro, die 24 % des Gesamtvolumens in Spanien ausmachte – den größten Einfluss des Halbjahres hatte, verzeichnet Gran Canaria Dutzende kleinerer, aber hochwertiger Transaktionen, insbesondere in Gegenden wie Playa del Inglés, wo die Umwandlung alter Wohnungen in Boutique-Hotels oder Lifestyle-Komplexe weiter zunimmt. Auch das Interesse an Grundstücken für Hotelprojekte wächst, wobei die Quadratmeterpreise in Touristengebieten für wichtige Grundstücke über 3.000 Euro liegen.

 

Der Boom der Hotelinvestitionen zieht nicht nur ausländisches Kapital an, sondern wirkt sich auch direkt auf die lokale Wirtschaft aus. Der Tourismus trägt bereits fast 35 % zum BIP der Insel bei und stellt 40 % der direkten und indirekten Beschäftigung in Gemeinden wie San Bartolomé de Tirajana dar. Der Druck auf dem Immobilienmarkt bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich: steigende Wohnimmobilienpreise, das Ungleichgewicht zwischen Ferienwohnungen und regulärem Wohnraum sowie die Knappheit an Grundstücken für gemischte Nutzung. Die zunehmende Konzentration der Ressourcen im Hotelsektor erfordert ein Umdenken hinsichtlich der territorialen Ausgewogenheit und des Entwicklungsmodells für die kommenden Jahre.

 

Da die zweite Jahreshälfte landesweit neue Transaktionen im Wert von über 2.000 Milliarden Euro verspricht, deutet alles darauf hin, dass Spanien bis 3.000 bei Hotelinvestitionen erneut die 2025-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten wird. Und wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden die Kanarischen Inseln – und insbesondere der Süden Gran Canarias – das Juwel auf der Finanzkarte bleiben, wo jedes Zimmer nicht nur pro Nacht vermietet wird, sondern auch auf einer globalen Immobilienbörse als strategischer Vermögenswert geschätzt wird.

 

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