Dienstag, 14. April 2026
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Sonne, Immobilien und Gier im Süden Gran Canarias: Neue Zahlen zum Immobilienmarkt

Sonne, Immobilien und Gier im Süden Gran Canarias: Neue Zahlen zum Immobilienmarkt

GH Maspalomas24h Donnerstag, 10. Juli 2025

Der Süden Gran Canarias bleibt die Ecke Europas, in der der Zement niemals schläft und der Euro niemals ruht. Im Sommer 2025, mit Temperaturen um die 28 °C und ruhigen Nächten für Investoren, bietet der Immobilienmarkt erneut atemberaubende Zahlen. Die Kaufpreise steigen im Jahresvergleich durchschnittlich um 6 %. Und nein, es gibt keine Blase, heißt es. Nur anhaltende Nachfrage und begrenztes Angebot. Die alte Leier.

 

Beginnen wir mit Meloneras, dem Top-Immobilienparadies. Ein Quadratmeter direkt am Meer wird für 6.000 bis 7.000 Euro verkauft, wobei diskrete Transaktionen sogar 7.500 Euro erreicht haben – immer mit Blick auf das Meer, den Golfplatz und den kürzlich pensionierten nordischen Nachbarn. Der Durchschnittspreis in dieser Gegend liegt bei etwa 4.800 bis 5.500 Euro/m². Gleich nebenan, in Pasito Blanco, liegen die Durchschnittspreise zwischen 5.000 und 6.000 Euro/m², wobei einige Luxusimmobilien mit privatem Bootssteg sogar über 6.800 Euro/m² kosten.

 

Weiter westlich, in Tauro, dem Hotspot der zweiten Welle, schießen die Preise für Villen mit Blick auf den Golfplatz in die Höhe: von 3.800 bis 5.500 Euro/m², je nach Zustand der Immobilie und ob sie für touristische Vermietungen genutzt werden kann. An Italienern und Norwegern herrscht kein Mangel. Und falls Spanier hinzukommen, wird erwartet, dass sie schnell unterschreiben.

 

In Puerto Rico, wo der Massentourismus zwar seine Spuren hinterlassen, aber auch Kapitalgewinne generiert hat, liegen die Preise zwischen 2.800 und 4.000 Euro pro Quadratmeter, insbesondere in renovierten Wohnanlagen. Die Renditen aus der Ferienvermietung können hier bis zu 8 % Bruttojahresrendite erreichen, wie aus inoffiziellen Zahlen von Agenturen hervorgeht, die wenig Werbung machen, aber viele Buchungen haben.

 

Arguineguín und Patalavaca festigen ihre Rolle als norwegische Hochburgen. Die Preise liegen zwischen 3.500 und 5.000 Euro/m², wobei Erdgeschosswohnungen mit Terrassen und stufenlosem Zugang bevorzugt werden. Eine sichere Investition? Nur bei rechtzeitigem Kauf: In den letzten 24 Monaten sind die Preise insgesamt um über 10 % gestiegen.

 

In Puerto de Mogán, dem touristischen Juwel, liegen die Preise zwischen 4.500 und 6.500 Euro pro Quadratmeter. In der Nähe des Yachthafens oder der Fußgängerzone erreichen sie bis zu 7.000 Euro. Eine 60 Quadratmeter große Wohnung kann hier über 360.000 Euro kosten, und die Miete liegt in der Hochsaison bei 120 bis 160 Euro pro Nacht. Viele amortisieren ihre Investition daher in weniger als 10 Jahren.

 

Der eigentliche Kampf findet jedoch in Playa del Inglés statt. Das bekannteste Touristenviertel im Süden versucht, sich neu zu erfinden. Der Durchschnittspreis ist auf 2.500 bis 3.300 Euro/m² gestiegen, renovierte oder gut geführte Anlagen erreichen jedoch 4.200 Euro/m². Der typische Käufer möchte seine Immobilie renovieren und weiterverkaufen oder wochenweise für 80 bis 120 Euro pro Nacht vermieten. Und das gelingt ihm.

 

Wohngegenden wie San Fernando und El Tablero, die traditionell günstiger waren, sind heute nicht mehr so ​​günstig. Die Quadratmeterpreise liegen zwischen 1.700 und 2.300 Euro/m², mit moderaten, aber stetigen Anstiegen. Wer langfristig mieten möchte, investiert hier zu einem Preis von 700 bis 900 Euro pro Monat für eine Standard-Zweizimmerwohnung und erzielt damit eine Nettojahresrendite von rund 2 %, ohne Überraschungen.

 

Das Problem ist natürlich dasselbe wie immer: der Mangel an städtischen Grundstücken. Die Küste ist überlastet, Modernisierungspläne – das berühmte PMM in San Bartolomé de Tirajana – werden nur schleppend umgesetzt, und die Stadtverwaltungen geben Grundstücke nur zögerlich frei. Die Folge: knappes Angebot und stetig steigende Preise.

 

Ferienvermietungen bleiben unterdessen eine verborgene Goldgrube. Eine lizenzierte Ferienwohnung kann im Vergleich zu einer vergleichbaren, nicht lizenzierten um bis zu 30 % an Wert gewinnen. Doch der rechtliche Rahmen ist unklar. Einige Regionen verbieten die Feriennutzung. Die Regierung der Kanarischen Inseln spricht von Einschränkungen. Und das Geschäft geht unterdessen weiter: Eine 300.000 Euro teure Immobilie kann auf Airbnb mit professionellem Management jährlich über 25.000 Euro einbringen.

 

Ausländische Investitionen dominieren den Markt: Mehr als 65 % der Transaktionen im Süden werden von Ausländern getätigt. In Arguineguín liegt dieser Anteil sogar bei 75 %. Sie zahlen bar. Es wird nicht verhandelt. Sie unterschreiben beim Notar und fliegen zurück nach Hamburg oder Helsinki.

 

Der Süden Gran Canarias ist ein finanzieller Vorteil: ein Strand, wo die Sonne stets scheint, das Meer immer im Trend liegt und selbst wenn die Baumaterialien altern, findet sich immer jemand, der sie kaufen möchte. Hier kauft man keine Häuser. Hier kauft man Sicherheiten. Mit Rentabilität, Wertsteigerungen und Blick auf den Atlantik.

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