Ayagaures Medioambiente hat eine Crowdfunding-Kampagne für seinen neuen Hybrid-Wind-Photovoltaik-Park in Agüimes gestartet. Die Initiative, die über die regulierte Plattform Fundeen gefördert und bei der CNMV registriert wird, zielt darauf ab, mehr als eine Million Euro von Kleinanlegern – hauptsächlich Einwohnern der Gemeinde und Mitarbeitern der Entwicklungsgruppe – einzusammeln, mit dem Versprechen einer festen jährlichen Rendite von 7 %, abgesichert durch eine Bankgarantie.
Diese Art der Bürgerfinanzierung hat im Energiesektor an Bedeutung gewonnen, um die lokale Beteiligung an Projekten zur erneuerbaren Energie zu fördern. Allerdings empfehlen Experten für Handels- und Finanzrecht, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sorgfältig zu lesen und sich vor einer Investition umfassend über den Umfang des Produkts zu informieren. Bei anderen Projekten im Bereich erneuerbare Energien griff das von Direktor Antonio Díaz geführte Unternehmen – eine Tochtergesellschaft der Grupo Pérez Moreno (GPM) – nicht auf diese Formel der partizipativen Demokratie zurück, um Pegasa von IDAE zu kaufen, nachdem GPM den Auftrag für die Neuinstallation von Windkraftanlagen von Enercon erhalten hatte, der von dem Unternehmen ausgeschrieben worden war, das das Windkraftkraftwerk Las Gaviotas verwaltet. Der Auftrag hatte einen Wert von 8,3 Millionen Euro.
Die verwendete Formel würde weder politische noch unternehmerische Rechte noch eine Beteiligung an dem Unternehmen oder dem Park gewähren. Es handelt sich um ein Kreditverhältnis: Der Investor tritt als Gläubiger und nicht als Miteigentümer auf. Sie greift daher nicht in künftige Entscheidungen über Kapitalerhöhungen, mögliche Unternehmensänderungen oder Geschäftsstrategien ein. Obwohl eine Bankgarantie eine zusätzliche Sicherheitsebene bietet, kann ihre Ausstellung im Streitfall rechtliche Schritte erfordern, was mit Kosten und Zeitaufwand verbunden ist, die berücksichtigt werden sollten. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei einer vertraglich „garantierten“ Rendite um eine Zahlungsverpflichtung, also eine Schuld, und nicht um eine Investition im eigentlichen Sinne. Wie bei jeder vertraglichen Verpflichtung können Probleme auftreten, wenn sich die Projektbedingungen, der rechtliche Rahmen oder die Zahlungsfähigkeit der beteiligten Parteien ändern.
Aus diesem Grund raten verschiedene Analysten Privatanlegern, vor der Anlage ihres Kapitals ihren Kenntnisstand in Finanzfragen und den erforderlichen Zeitaufwand zu prüfen. Ähnliche Projekte in Europa haben zu Regulierungsdebatten geführt. In Ländern wie Frankreich, Italien und Deutschland gab es Fälle, in denen sich kleine Investitionen in erneuerbare Energien nicht innerhalb des ursprünglich erwarteten Zeitrahmens rentierten. Dies führte zu regulatorischen Verbesserungen, um die Transparenz und den Schutz für Kleinanleger zu erhöhen.
Diese Präzedenzfälle stellen kein Urteil über das Kanarische-Inseln-Modell dar, liefern aber wertvolle Erkenntnisse über die Bedeutung von Vorabinformationen, sorgfältiger Vertragslektüre und Analyse des tatsächlichen Risikos. Geografische oder emotionale Nähe zu einem Projekt bedeutet nicht immer mehr Kontrolle oder ein geringeres Risiko. Wie bei jeder Spar- oder Investitionsinitiative empfiehlt es sich, sich gründlich zu informieren, gegebenenfalls unabhängige Berater zu konsultieren und keine Mittel einzusetzen, die Sie nicht für den vorgesehenen Zeitraum einsetzen möchten.











