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1.200 Caravaner auf Gran Canaria demonstrieren Bürgersinn: Sie fordern Respekt

1.200 Caravaner auf Gran Canaria demonstrieren Bürgersinn: Sie fordern Respekt

GARA HERNÁNDEZ Samstag, 08. Februar 2025

Auf den Kanarischen Inseln gibt es 10.000 Familien, die Wohnwagen besitzen. An diesem Samstag gelang es mindestens 1.200 Karawanen, den Beamten, die den Anweisungen der Politiker Folge leisten, eine einheitliche Botschaft zu übermitteln: Passen Sie auf, es stehen Stimmen auf dem Spiel. In einem beispiellosen Ereignis versammelten sich auf Gran Canaria 1.200 Mitglieder der staatlichen Wohnmobil-Plattform (Paca) und forderten ihr Recht, die Insel ohne das Eingreifen der großen Reiseveranstalter zu genießen. Diese üben Druck aus, weil es ihnen in 50 Jahren Tourismusgeschäft auf der Insel nie gelungen ist, in diesem Sektor Fuß zu fassen. Das Caravaning sorgt in den Ansiedlungsgebieten zusätzlich zu den industriellen Aufwendungen für Wartung und Service für ein Ausgabenumfeld im lokalen Handel.

 

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Die Mobilisierung, die Gran Canaria in einen Hafen der Freiheit für Wohnwagenliebhaber verwandelte, zeigte, dass es möglich ist, Massendemonstrationen auf friedliche Weise und mit einem hohen Maß an Zivilisiertheit zu organisieren. Die Kanarenregierung hat mit der Ausarbeitung einer Verordnung zur Regulierung des Sektors begonnen und Caravaner vermuten, dass diese auf Hoteliers und Reiseveranstalter zugeschnitten sein wird. Die staatliche Wohnmobilplattform Paca mit zahlreichen Mitgliedern auf den Inseln behauptet, die Kanarischen Inseln seien neben Madrid die einzige Gemeinschaft ohne Regulierung und beklagte sich, dass sie von den Tourismusgemeinden diskriminiert, angefeindet und schikaniert würden. Es gibt deutsche Reiseveranstalter, die dieses Produkt in ihren Katalog aufnehmen möchten und es nicht können, weil es keine Regelung gibt.

Im Süden Gran Canarias war der von der Regierungsdelegation der Kanarischen Inseln genehmigte GC-1 ein wahres Verkehrschaos. Einer der Höhepunkte der Mobilisierung fand in Arucas statt, wo rund 500 Karawanenfahrer festsaßen. Trotz der Schwierigkeiten konnte die Situation dank des vorbildlichen Verhaltens der Beteiligten ohne größere Zwischenfälle bewältigt werden. Die Karawanenführer blockierten strategisch wichtige Straßen, ließen aber jederzeit die Durchfahrt für Sanitäts- und Rettungsfahrzeuge frei und zeigten damit ihren tiefen Respekt für die Grundbedürfnisse der Gemeinschaft.

An der Mobilisierung waren nicht nur die Karawanenmitglieder aktiv beteiligt, sondern sie erfuhren auch die Unterstützung und Solidarität der örtlichen Fahrer und sogar der Sicherheitskräfte. Viele Autofahrer unterstützten die Aktion und boten den Karawanenfahrern aufmunternde Worte und Hilfsgüter an. Sicherheitskräfte wirkten ihrerseits an der Organisation mit und erleichterten den Einsatzkräften die Bewegung, wobei sie das zivilgesellschaftliche Verhalten der Teilnehmer würdigten.

 

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