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Kanarische Inseln: „Wir sind die Bösen“ bei der Aufnahme von Migranten

Kanarische Inseln: „Wir sind die Bösen“ bei der Aufnahme von Migranten

MASPALOMAS24H Sonntag, 22. September 2024

Wir sind die glücklichen Inseln … oder die unglücklichen Inseln der Regierung

Auf den Kanarischen Inseln steht die zunehmende Ankunft von Migranten in krassem Gegensatz zum Bild eines Touristenparadieses, das die Inseln vermitteln.

 Die Migrationskrise auf den Kanarischen Inseln hat mit der Ankunft von mehr als 1,200 Migranten an einem einzigen Tag einen neuen kritischen Punkt erreicht, die bisher höchste Zahl im Jahr 2024. Unter den Neuankömmlingen sind mindestens 40 Minderjährige in Begleitung. was die Aufnahmesituation auf den Inseln weiter verschärft. Derzeit befinden sich auf den Kanarischen Inseln bereits mehr als 4,500 unbegleitete minderjährige Migranten unter ihrer Obhut, was ihre Aufnahme- und Schutzkapazitäten übersteigt, was zu Spannungen zwischen den Regionalverwaltungen und der Zentralregierung geführt hat.

 

Das Kinderbetreuungssystem steht kurz vor dem Zusammenbruch, die Einrichtungen sind überlastet und die Ressourcen reichen nicht aus. Die lokalen Behörden äußerten ihre Enttäuschung und erklärten, dass sie diese Verantwortung ohne weitere Unterstützung der spanischen Regierung und der Europäischen Union nicht weiterhin übernehmen können. Allerdings sind die Koordinierungsmaßnahmen zwischen den verschiedenen Verwaltungen nach wie vor unzureichend, wie die jüngste Aussetzung des neuen Aufnahmeprotokolls durch den Obersten Gerichtshof der Kanarischen Inseln zeigt, der es für unvereinbar mit der aktuellen Rechtsordnung hielt.

 

Trotz aller Bemühungen stellt das Fehlen einer umfassenden Lösung für die wachsende Migrationswelle nicht nur die kanarischen Institutionen in Bedrängnis, sondern auch die lokale Bevölkerung, die sieht, wie sich der Zusammenbruch der Aufnahmesysteme auf alle Aspekte des Lebens auf den Inseln auswirkt. Unterdessen zeigt der Zustrom von Migranten keine Anzeichen einer Verlangsamung, und die Behörden warnen, dass sich die Situation in den kommenden Monaten verschlechtern könnte, wenn keine dringenden Maßnahmen ergriffen werden.

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