Anfang Juni musste Deutschlands drittgrößter Reiseanbieter FTI Insolvenz anmelden. Alle bereits gebuchten Reisen in den Süden Gran Canarias wurden abgesagt und die touristische Hochsaison bleibt in der Schwebe. Rund 175.000 Sammelreisen wurden gestrichen, die meisten davon auf die Kanarischen Inseln, sowie einzelne Einzelleistungen. Und wer reisehungrig ist, bucht sie mittlerweile auch bei anderen Anbietern. Bereits in der ersten Juniwoche stiegen die Umsätze bei Neubuchungen sprunghaft an, berichtete der Newsletter Reisevor9 auf Basis von Aussagen der Marktforscher von Travel Data+Analytics.
Rund 175.000 Pauschalreisen und bestimmte Einzelleistungen, die Kunden für ihre Abreisen ab dem 6. Juli über die insolventen Unternehmen FTI Touristik GmbH und BigXtra Touristik GmbH sowie über die Vertriebsmarke 5vorFlug gebucht haben, wollen wieder reserviert werden. Bereits geleistete Zahlungen wurden bei Pauschalreisen über die Deutsche Reiseversicherungskasse versichert. Mit der Stornierung aller Reisepakete bieten FTI-Mitgliedsreisebüros ihren Kunden nun alternative Reisen an.
Im Juni gingen Branchenexperten davon aus, dass TUI in allen wichtigen Quellmärkten einen Marktanteil von rund 30 Prozent hatte. Und diese wird sich erhöhen, wenn neue Raten hinzukommen. Zur Einordnung: Sechs Millionen Menschen hierzulande buchen ihren Urlaub über Riese-Riese aus Hannover. TUI rechnet mit rund 450.000 zusätzlichen Plätzen. Nach dem Marktführer TUI verzeichnen nun auch DER Touristik und Alltours deutliche Zuwächse. Alltours sprach von zweistelligen Wachstumsraten. Der Marktführer in Maspalomas, TUI, wird im Winter 150.000 weitere Plätze hinzufügen, allerdings am Mittelmeer.











