Der Stadtrat von Mogán schreibt die Arbeiten zur Sanierung eines städtischen Lagerhauses in Veneguera als Ölmühle und Wanderinformationszentrum für einen Betrag von 204.058,77 Euro aus. Diese Aktion ist Teil des europäischen ECO-TUR2-Programms, dessen Partner und Leiter Mogán ist. Das Hauptziel besteht darin, Ökotourismus sowie Maßnahmen zur Erhaltung und Sensibilisierung des Natur- und Kulturerbes zu fördern und umzusetzen.
Mogán arbeitet im Rahmen von ECO-TUR2 an der Einführung verschiedener Mikrotourismusprodukte und -dienstleistungen. Darunter die Ölmühle und das Interpretationszentrum, die nächstes Jahr in Veneguera Realität werden. Dieses vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Gebiet liegt in der Enklave des Naturparks Nublo und ist auch für Touristen von großem Interesse, da es verschiedene Wanderwege und Elemente von kulturellem Interesse wie Brunnen, Waschplätze oder die Häuser von La Cogolla bietet.
Die Arbeiten, deren Ausführung nach Beginn voraussichtlich sechs Monate dauern wird, werden in einem städtischen Lagerhaus durchgeführt, das einst für die Verpackung von Tomaten genutzt wurde, wie der Landwirtschaftsrat Neftalí Sabina berichtete. Die Immobilie ist mindestens 45 Jahre alt und soll durch die komplette Sanierung die Einhaltung der geltenden Vorschriften gewährleisten und die Energieeffizienz verbessern, wobei eine möglichst weitgehende Autarkie durch eine Photovoltaikanlage angestrebt wird. Ebenso wird es über neue Sanitär- und Sanitäranlagen, die notwendigen Einrichtungen für Internet, Telefon und Fernsehen, Klimaanlage, Toiletten und einen Kühlraum in der Ölmühle verfügen.
Die Immobilie wird unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten haben, die perfekt mit der Umgebung, in der sie sich befindet, verknüpft sind. Das Interpretationszentrum wird Wanderern, die auf dem Weg unterwegs sind, neben dem das Gebäude steht, interessante Informationen über das ausgedehnte Wegenetz liefern. Andererseits wird die Ölmühle die vielen Olivenbauern von Mogán unterstützen, die zum ersten Mal in der Lage sein werden, Öle aus den Plantagen auf ihren Höfen in der Gemeinde zu produzieren.
„Ziel ist es, Landwirten und Bewohnern der Gemeinde, die auf ihren Grundstücken Olivenbäume haben, einen weiteren Service anzubieten“, bekräftigte Sabina und wies darauf hin, dass derzeit 1.800 dieser Bäume in der Gemeinde registriert seien. Darüber hinaus beteiligten sich allein im letzten Jahr 79 Landwirte und Bäuerinnen an der kommunalen Kampagne zur Bekämpfung der Motte in Olivenbäumen, eine Zahl, die schätzungsweise von diesem neuen Service profitieren kann.
Um den Startschuss zu geben, schreibt der Stadtrat parallel dazu den Erwerb der Hilfsmaschinen und Möbel des Werks aus, der ebenfalls mit ECO-TUR2-Mitteln und durch einen Zuschuss von 60.000 Euro vom Ministerium für Primärsektor finanziert wird Ernährungshoheit des Cabildo von Gran Canaria.
Mogán hat als Partner von ECO-TUR388.102,86 2 Euro erhalten, um den Ökotourismus und den Aktivtourismus in der Gemeinde weiter zu fördern. Davon werden 85 % aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG VA Spanien-Portugal MAC (Madeira-Azoren-Kanarische Inseln) 2014-2020 finanziert. Den restlichen Betrag trägt der Stadtrat bei.




