Der britische Reisekonzern Jet2 hat sein Geschäftsjahr mit einem Nettogewinn von rund 479 Millionen Euro abgeschlossen, was einem Rückgang von 8,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Rahmen seiner strategischen Wachstumspläne bestätigte das Unternehmen, dass die Kanarischen Inseln und das Mittelmeer weiterhin den Schwerpunkt seiner Geschäftstätigkeit bilden werden. In diesem Zusammenhang dürften der Süden Gran Canarias und das Feriengebiet Maspalomas die Hauptprofiteure der Expansionsstrategie der Fluggesellschaft sein, die darauf abzielt, einen massiven Zustrom von Reisenden in die Hotelanlagen der Region zu lenken. Unterstützt wird diese Strategie zudem durch die kürzlich erfolgte Konsolidierung der operativen Basen an wichtigen Flughäfen in Südengland, wie London Luton und London Gatwick, um die Touristensaison zu stärken.
Dieser Gewinnrückgang erfolgte trotz eines Umsatzanstiegs von 4 % auf über 8.700 Milliarden Euro und der Beförderung von mehr als 20 Millionen Passagieren. Hauptgrund für den Gewinnrückgang sind höhere Betriebskosten, bedingt durch gestiegene Kerosinpreise und den intensiven Wettbewerb im Luftfahrtsektor. Diese Faktoren schmälerten die Gewinnmarge des Konzerns trotz des anhaltenden Umsatzwachstums leicht.
In diesem Zeitraum steigerte die Fluggesellschaft und der Reiseveranstalter ihre weltweite Kapazität um 8 % auf 24 Millionen Sitzplätze und verzeichnete einen Anstieg des Passagieraufkommens um 5 %. Diese Kapazitätserweiterung führte jedoch zu einem leichten Rückgang der Flugzeugauslastung auf 86,8 %. Die detaillierte Analyse zeigt eine sehr dynamische Entwicklung im Segment der Flugreisenden mit einem Wachstum von 15 %, während die Zahl der Pauschalreisenden um 1 % stieg und weiterhin den Großteil des Geschäftsvolumens der Gruppe ausmachte.
Im Reiseveranstaltersektor stieg der Durchschnittspreis für Pauschalreisen um 3 % aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Vier- und Fünf-Sterne-Hotels und der Inflation, die die Übernachtungskosten um 7 % erhöhte. Trotz dieses Budgetdrucks und der gestiegenen Betriebskosten konnte der britische Konzern seine bemerkenswert starke Finanzlage festigen und schloss das Jahr mit einer Liquidität von über 3.200 Milliarden Pfund ab. Er hält weiterhin an seinem ambitionierten Flottenerneuerungs- und -erweiterungsplan fest, dessen Auslieferung von Airbus-Flugzeugen bis weit in das nächste Jahrzehnt geplant ist.











