Die Büros von Immobilieninvestoren und Hotelketten, die den Tourismus an der Südküste Gran Canarias prägen, beobachten die umfassende Umstrukturierung der Exekutivbefugnisse im Rathaus von Mogán mit Argwohn. In einem Bezirk, in dem Baugenehmigungen und Genehmigungsverfahren das Tempo millionenschwerer Bauprojekte bestimmen, hat Onalia Bueno, noch vor der formalen Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Volkspartei (PP) für die Wahlen 2027, diese Woche einen drastischen Kurswechsel vollzogen, um einen internen Streit innerhalb ihrer Regierungskoalition beizulegen. Die Maßnahme, die am 8. Juli 2026 offiziell veröffentlicht und vom amtierenden Bürgermeister Juan Ernesto Hernández unterzeichnet wurde, entfernt kritische Gruppierungen aus dem politischen Geschehen und definiert die Verteilung der wichtigsten Verwaltungsbereiche im Gemeinderat völlig neu. Interessanterweise erfolgte die Anweisung an den Gemeindesekretär laut Dokumenten, die Maspalomas24H vorliegen, „mündlich“.
Die Reaktivierung dieser neuen Machtstruktur erfolgte am 1. Juli durch Beschluss Nr. 2026/3490, im Anschluss an einen Bericht des amtierenden Generalsekretariats, der ein außergewöhnliches Verfahrensdetail offenbart: Der gesamte Prozess wurde „auf mündliche Bitte des Bürgermeisters“ eingeleitet. Dieses beschleunigte Verfahren umging die üblichen schriftlichen Wege, um die sofortige Abberufung von Stadträtin Juana Teresa Vega Jiménez aus dem Gemeinderat und die umgehende Ernennung von Josué Hernández Delgado zum neuen Mitglied zu beschleunigen und so jegliche Anzeichen von Rebellion oder Lähmung innerhalb der Gemeindeverwaltung im Keim zu ersticken.
Die gravierendste strukturelle Änderung des Dekrets besteht darin, dem lokalen Verwaltungsrat als Gremium die Befugnis zu entziehen, Sanktionsverfahren im Zusammenhang mit Stadtplanung und regulierten Aktivitäten zu entscheiden. Diese Befugnisse, die für die Kontrolle von Hotelgrundstücken und Gewerbeimmobilien im Herzen des südlichen Touristenzentrums unerlässlich sind, werden nun den einzelnen Ratsmitgliedern der jeweiligen Sektoren übertragen. Dieser Schritt schwächt die Möglichkeiten abweichender Ratsmitglieder, Druck auszuüben, und entleert das Forum des Gremiums für die Debatte über seinen strategischen Zweck, indem er die Durchsetzung der Flächennutzungsbestimmungen zentralisiert.
Nach einer raschen Änderung, die am 3. Juli unterzeichnet wurde, um jegliche rechtliche Unklarheiten oder Berufungen zu vermeiden, ist die neue politische Führung von Mogán unter der absoluten Präsidentschaft von Onalia Bueno fest verankert. Die operative Kontrolle und die delegierte Befugnis für die tägliche Verwaltung des Rathauses liegen eindeutig beim amtierenden Bürgermeister Juan Ernesto Hernández Cruz, flankiert von Juan Mencey Navarro, der die Rechtsabteilung und die internen Richtlinien des Rathauses leitet. Dieser Kern von unerschütterlicher Loyalität am Entscheidungstisch wird durch den neu ernannten Josué Hernández Delgado sowie die Stadträte Tania del Pino Alonso Pérez, Luis Miguel Becerra André und Consuelo Díaz León komplettiert.
Die Umstrukturierung gewährleistet zudem eine präzise Kontrolle des Wirtschaftssektors der Gemeinde, indem sämtliche Befugnisse im Zusammenhang mit Verstößen gegen Gemeindeverordnungen dem Sanktionsbeauftragten übertragen werden, während Bußgelder für Ungehorsam gegenüber dem Bürgermeister weiterhin in der Zuständigkeit der zuständigen Ratsmitglieder der jeweiligen Departements verbleiben. Diese Aufteilung der Verwaltungsstrafen stellt sicher, dass Fälle im Zusammenhang mit touristischen Flächen nicht länger als Instrument für internen politischen Druck missbraucht werden. Finanz- und internationale Akteure, die Genehmigungen für die Eröffnung von Betrieben entlang der Küste bearbeiten, erhalten dadurch eine klare Botschaft: Die Kommunikationswege in Mogán sind zentralisiert und einer hierarchischen Befehlsstruktur unterworfen, wodurch jegliche interne Kritik effektiv unterdrückt wird.











