In den strategischen Planungsbüros von Investmentfonds im Süden Gran Canarias basieren Hotelvertragsentscheidungen nicht mehr auf den Einschätzungen von Reiseveranstaltern, sondern auf der Leistungsfähigkeit autoregressiver Modelle. Das Universitätsinstitut für Tourismus und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (TIDES) und die Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) haben ihre Prognosen für die Flugkapazität und das Passagieraufkommen im zweiten Halbjahr 2026 aktualisiert. Die detaillierte Analyse der planmäßigen Sitzplatzverfügbarkeit zeigt die hohe Widerstandsfähigkeit des Reiseziels in der Hauptsaison im Winter. Dies ermöglicht es den Beherbergungsbetrieben in San Bartolomé de Tirajana, den Cashflow zu planen und ihre Preispolitik an die verschiedenen Märkte anzupassen.
Die bis zum 29. Juni 2026 erhobenen Daten zeigen einen regulären Flugplan, der Inlandsflüge bewusst ausschließt, um das Verhalten der Endreisenden zu isolieren. Der kontinentale und internationale Markt weist weiterhin ein deutliches saisonales Muster auf, mit einem kontinuierlichen Kapazitätsanstieg ab Oktober, der mit der Wiederbelebung traditioneller Quellmärkte in Mitteleuropa zusammenfällt. Die prognostizierten Passagierzahlen liegen je nach Segment zwischen 70.000 und 110.000 pro Monat. Die Trennung der internationalen Flugrouten positioniert Großbritannien, Deutschland und die nordischen Länder als wichtige Verkehrsknotenpunkte, um die Auslastung in den Regionen Playa del Inglés und Meloneras aufrechtzuerhalten.
Die wichtigste Neuerung des Destinations-Dashboards liegt in der methodischen Anwendung von nichtlinearen Modellen mit verteilten Verzögerungen (NARDL) mittels der Methode der kleinsten Quadrate (OLS). Diese ökonometrische Formulierung ermöglicht es, die asymmetrischen Reaktionen der Passagierströme auf wirtschaftliche Schocks oder Schwankungen der Flugpreise zu erfassen. Für den britischen Markt haben Analysten den Algorithmus mithilfe eines kurzfristigen NARDL(2,2)-Modells verfeinert. Dieses dynamische Prognoseinstrument (h-Schritte-Prognose) verarbeitet Nachfrageschwankungen in Großbritannien schnell und ermöglicht es Resorts im Süden, ihre Marketingpläne anzupassen, bevor die Wintersaison richtig beginnt.
Das Verhalten deutscher Touristen wird separat mithilfe einer NARDL(1,12)-Matrix analysiert, die die für deutsche Konsumenten typische starke langfristige Planungskomponente berücksichtigt. Simulationsdaten erweitern die Ankunftsprognosen monatsweise bis Dezember und liefern so ein verlässliches Bild der zu erwartenden Einnahmen des lokalen Gastgewerbes. Der Algorithmus geht davon aus, dass die Präsenz deutscher Touristen im Süden strukturell stabil bleiben wird, wodurch die stärkeren Schwankungen, die typischerweise auf nordeuropäischen Märkten zu beobachten sind, abgemildert werden. Letztere werden mithilfe eines NARDL(9,6)-Modells mit höherer Zeitträgheit modelliert.
Die ökonometrische Prognose konzentriert sich auf den nordischen Markt, die Kundengruppe mit den höchsten durchschnittlichen Tagesausgaben in Maspalomas während der Wintersaison. Die mathematische Prognosekurve bestätigt die Reaktivierung dieses Segments ab Herbst – eine Erholung, die den Cashflow von Vier- und Fünf-Sterne-Hotels nach dem sommerlichen Rückgang des Tourismus auf dem Festland wiederbeleben wird. Das Modell berücksichtigt die üblichen Verzerrungen durch den Flugverkehr, indem es unter der Rubrik „Sonstige Märkte“ alle internationalen Ströme ausschließt, die nicht aus den drei Hauptquellmärkten stammen. Dadurch wird der Einfluss des europäischen Tourismus der gehobenen Mittelschicht isoliert.
Die Zuverlässigkeit dieser dynamischen Prognosen bietet den Tourismusverbänden von San Bartolomé de Tirajana einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Reisezielen in Nordafrika und der Karibik. Die wissenschaftliche Vorhersage des Passagieraufkommens sechs Monate im Voraus erleichtert die Personalplanung und die Organisation der Hotellieferketten und macht die akademischen Statistiken der Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) zu einem direkten finanziellen Vorteil für den Tourismussektor der Insel.











