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Süd-Gran Canaria und der neue Jagdsaisonkalender: Die wichtigsten Termine

Süd-Gran Canaria und der neue Jagdsaisonkalender: Die wichtigsten Termine

YURENA VEGA - M24H Sonntag, 28. Juni 2026

 

Der Rechtsrahmen für die Nutzung natürlicher Ressourcen im Archipel wurde für das kommende Jahr neu gestaltet. Das Ministerium für ökologischen Wandel und Energie der Kanarischen Inseln hat die Jagdzeiten und -beschränkungen für die Saison 2026/2027 bekannt gegeben und einen Rahmen für Umweltauflagen geschaffen, der sich unmittelbar auf die Geografie und die Schutzgebiete im Süden Gran Canarias auswirkt.

Die Trocken- und Küstenökosysteme der Gemeinde Tirajana stehen im neuen Jagdplan unter strengem Schutz. Die Regionalregierung hat das absolute Jagdverbot in wichtigen Tourismus- und Naturschutzgebieten ratifiziert. Besonders hervorzuheben sind in diesem Gebiet das Naturschutzgebiet Juncalillo del Sur und das Dünengebiet Maspalomas, zwei ökologisch sensible Gebiete, in denen die Tierwelt von jeglicher Nutzung ausgeschlossen ist. Dieses Verbot beruht auf der Notwendigkeit, die Biodiversität in Gebieten mit hohem anthropogenem Druck durch den Tourismussektor der Insel zu erhalten.

Die Jagdbestimmungen auf Gran Canaria legen den Beginn der Kaninchenjagdsaison mit Hunden und Frettchen vom 16. August bis zum 8. November 2026 fest. Die Jagd auf Rothühner, Felsentauben und Wildtiere mit Feuerwaffen und Hunden ist bis zum 20. September 2026 ausgesetzt und fällt mit dem allgemeinen Jagdverbot im November zusammen. Diese traditionellen Jagdmethoden sind ausschließlich donnerstags und sonntags erlaubt. Die Bestimmungen sehen auch alternative Jagdmethoden wie Falknerei und Bogenjagd vor, für die feste Jagdzeiten gelten: Falknerei mittwochs und samstags, Bogenjagd donnerstags und sonntags.

Die Jagdbeschränkungen wurden verschärft, um die nachhaltige Entwicklung der lokalen Bevölkerung zu gewährleisten. Regionale Richtlinien legen eine maximale Tagesstrecke von drei Kaninchen und drei Rothühnern pro Jäger fest. Bei der Jagd in Gruppen erhöht sich die Grenze auf neun Vögel jeder Art. Gruppen müssen aus mindestens drei und höchstens fünf Personen bestehen, die alle über gültige Jagdscheine verfügen müssen. Im Gegensatz zu diesen Beschränkungen für einheimisches Wild unterliegen Felsentauben und verwilderte Tiere auf der Insel keinen Fangbeschränkungen.

Die Umsetzung der Verordnung stützt sich auf die Organisationsstruktur der Inselräte, die als Körperschaften die Zuständigkeit für die praktische Verwaltung des Landes und der Übungsgebiete behalten. Das Ministerium für ökologischen Wandel und Energie hat Schutzmaßnahmen eingeführt, um auf wetterbedingte Notfälle im Süden Gran Canarias, einer von Wasserknappheit betroffenen Region, reagieren zu können. Im Falle von Waldbrandwarnungen, die eine Aussetzung der Jagdtage erzwingen, ermächtigen die Bestimmungen den Inselrat von Gran Canaria, die Jagdsaison um bis zu vier weitere Tage über den offiziellen Jagdschluss hinaus zu verlängern.

Polizeibeamte und von der Inselverwaltung akkreditierte Mitarbeiter werden die Kontrollen an den Zugängen zu den südlichen Schluchten verstärken, um die verwendete Ausrüstung und das Wohlergehen von Begleittieren wie Podencos (Iberischen Windhunden) und Frettchen zu überwachen sowie die Zusammenarbeit lokaler Gruppen bei der biologischen und gesundheitlichen Überwachung der Arten zu fördern. Die Überwachung konzentriert sich auf die Einhaltung der Verbote der Vogelschutzrichtlinie und der Habitatrichtlinie der Europäischen Union. Untersagt ist die Verwendung künstlicher Lichtquellen, Tonbandgeräte und halbautomatischer Waffen mit Magazinen hoher Kapazität, um so das Naturerbe der Kanarischen Inseln zu schützen.

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