Samstag, 11. Juli 2026
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Las Palmas schließt Maspalomas, die Wirtschaftshauptstadt der Kanarischen Inseln, von der Kerngruppe der Arbeitgeber aus.

Las Palmas schließt Maspalomas, die Wirtschaftshauptstadt der Kanarischen Inseln, von der Kerngruppe der Arbeitgeber aus.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Freitag, 26. Juni 2026

 

Sie wollen keine Leute aus dem Süden. Die Machtverhältnisse im privaten Sektor der Kanarischen Inseln befinden sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der eine Repräsentationslücke zwischen der institutionell-industriellen Elite der Hauptstadt und dem wichtigsten Wirtschaftsmotor des Archipels offenbart: dem Süden Gran Canarias. Der Arbeitgeberverband der Kanarischen Inseln (CCE) hat einen entscheidenden Schritt unternommen, indem er die Führungsstruktur offiziell bekannt gab, die den Verband im Zeitraum 2026–2030 leiten soll. Pedro Ortega, der ohne Gegenkandidaten für das Präsidentenamt antritt, hat seine Position an der Spitze des wichtigsten Wirtschaftsverbandes der Provinz Las Palmas praktisch gesichert. Um den Arbeitgeberverband in den nächsten vier Jahren zu führen, hat Ortega einen sehr eng definierten Kreis um sich geschart und María de la Salud Gil Romero, Juan Ramírez Said und Germán Carlos Suárez in sein Team aufgenommen. Niemand vom FEHT (Verband der Hotel- und Tourismusbetriebe) von Las Palmas wurde berücksichtigt.

Diese strategische Allianz für die ordentlichen Vizepräsidentschaften spaltet die Wirtschaft der Insel. Indem der Arbeitgeberverband Persönlichkeiten aus Branchen wie dem Bauwesen, der Hafenlogistik und dem Dienstleistungssektor in diese Ämter befördert hat, hat er die einflussreichen Gewerkschaften und Tourismusunternehmen von Maspalomas, Mogán und San Bartolomé de Tirajana vom Kern der künftigen Exekutive ausgeschlossen.

Das Fehlen von Führungskräften aus dem Tourismussektor im Süden Gran Canarias im Vorstand der CCE kommt für die Branche zu einem heiklen Zeitpunkt. Obwohl der Süden Gran Canarias den Großteil des Bruttoinlandsprodukts der Provinz durch internationalen Tourismus erwirtschaftet, zeigt die künftige Führungsstruktur des Arbeitgeberverbandes, dass die institutionelle Macht weiterhin fest in Las Palmas verankert ist.

Die Unternehmensprofile des von Ortega ausgewählten Trios deuten direkt auf einen Ansatz hin, der dem Süden Gran Canarias schadet. Salud Gil repräsentiert den Bausektor, eine Branche, die in komplexe regulatorische Auseinandersetzungen um öffentliche Bauvorhaben und Flächennutzungsplanung verwickelt ist. Germán Suárez steht für die Interessen der Schifffahrt, Logistik und des Hafens von La Luz, einer historischen Säule des Reichtums der Hauptstadt. Juan Ramírez wiederum stützt den Dienstleistungssektor und die Handelsnetze der Metropolregion.

Die Entscheidung des Verwaltungsrats, die Geschäftsleitung mit drei ordentlichen Vizepräsidentenposten – zusätzlich zum Vizepräsidentenamt von José Cristóbal García García – zu strukturieren, zielt darauf ab, die internen Abläufe und die Repräsentationsfähigkeit des Verbandes zu stärken. Das erklärte Ziel ist es, Herausforderungen wie Produktivitätsdefizite, Wohnungs- und Arbeitskräftemangel sowie steigende Betriebskosten zu bewältigen. Das Fehlen eines hochrangigen Vizepräsidentenpostens, der sich ausschließlich dem Beherbergungsgewerbe widmet, lässt jedoch vermuten, dass die spezifischen Anliegen der südlichen Tourismusregionen eher aus der Perspektive von Wohngebieten und Ballungsräumen betrachtet werden, anstatt von den Hoteliers selbst angegangen zu werden.

Die endgültige Bestätigung dieses Regierungsteams erfolgt am 30. Juni in der Wahlversammlung. Sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, wird die Ratifizierung von Ortegas Liste diese neue Führungselite bis 2030 institutionalisieren. Für Unternehmen an den Küsten von San Bartolomé de Tirajana und Mogán ist die Botschaft aus der Hauptstadt eindeutig: Der Süden wird weiterhin das wirtschaftliche Gleichgewicht der Insel sichern, doch die Hebel strategischer und politischer Macht bleiben fest im Norden.

 

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