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Der Bürgermeister von Gáldar, Teodoro Sosa, behauptet, Onalia Bueno (Mogán) sei eine „Saltaperica“: Was bedeutet das?

Der Bürgermeister von Gáldar, Teodoro Sosa, behauptet, Onalia Bueno (Mogán) sei eine „Saltaperica“: Was bedeutet das?

Gara Hernández - M24h Dienstag, 23. Juni 2026

Die politische Landschaft des Archipels erlebt einen neuen dialektischen Umbruch, der über den institutionellen Bereich hinausgeht und sich in die Welt der Identitätspolitik und der Verwendung traditioneller kanarischer Ausdrücke vertieft. Der Bürgermeister von Gáldar und Vorsitzende von Primero Canarias, Teodoro Sosa, entfachte die Debatte, indem er die Bürgermeisterin von Mogán, Onalia Bueno, als „Überläuferin“ bezeichnete. Was wie ein einfacher Austausch lokaler Beleidigungen erscheint, verbirgt eine tiefgreifende politische Strömung, die in der Geschichte politischer Abtrünnigkeit, wechselnder Allianzen und der Zersplitterung der politischen Parteien der Insel wurzelt.

Die Verwendung dieses Begriffs geht weit über eine bloße umgangssprachliche Beleidigung hinaus. Seine fachliche Bedeutung wird deutlich, wenn man das Wörterbuch der Kanarischen Ausdrücke und die Königliche Spanische Akademie (RAE) konsultiert, wo das Wort die präzise politische Definition von „unbeständiger Person“ erhält. Die ursprüngliche Metapher stammt aus dem kanarischen und karibischen Sprachgebrauch des 20. Jahrhunderts, wo eine Art Feuerwerkskörper aus Papier und Schießpulver als „Saltaperico“ bezeichnet wurde. Beim Anzünden prallte dieser Feuerwerkskörper unvorhersehbar hin und her und erzeugte kleine Explosionen. Überträgt man dieses pyrotechnische Gerät auf den institutionellen Bereich, beschreibt es jene Personen, die zu politischem Nomadentum neigen und ihre Haltung, Verbündeten oder Parteizugehörigkeit sprunghaft und ziellos wechseln.

Auf dem politischen Schachbrett Gran Canarias dient die Betrachtung der Bürgermeisterin von Mogán aus kanarischer Perspektive gewissermaßen als Röntgenbild ihrer historischen Allianzen. Die Politikerin aus dem Süden begann ihre Karriere in der Volkspartei, gründete später die lokale Partei Ciuca und festigte schließlich ihre absolute Mehrheit unter dem unabhängigen Banner von „Gemeinsam für Mogán“. Ihre Kritiker nutzen die Definition der Königlich Spanischen Akademie, um diese Manöver als Ausdruck von Opportunismus und ideologischer Inkonsistenz darzustellen und vergleichen ihre Bündnisse mit einem Feuerwerkskörper, der je nach Wahlstimmung explodiert.

Aus rein analytischer Sicht ist die Bezeichnung „politischer Opportunist“ für die Region Mogán keine bloße Äußerung, sondern ein Vorwurf, der den Kern der Strategie des südlichen Bündnisses trifft. Die südliche Region der Insel war historisch gesehen ein fruchtbarer Boden für die Entstehung, Entwicklung und den Aufstieg lokaler Parteien, deren Überleben auf einem pendelartigen Verhandlungsspielraum mit den großen regionalen Blöcken beruht.

Umgekehrt werden diese Veränderungen aus Sicht des südlichen Kommunalismus nicht als Instabilität, sondern als strategischer Pragmatismus interpretiert. Die Befürworter dieser Führungskräfte argumentieren, dass der ständige Wechsel der Parteizugehörigkeit es den Tourismusgemeinden ermöglicht, sich von der starren Disziplin traditioneller Organisationen zu lösen. Indem sie ihren wirtschaftlichen Einfluss nutzen, um direkte Vorteile mit dem Inselrat oder der Regierung der Kanarischen Inseln auszuhandeln, verwandeln sie den „politischen Opportunisten“ in den Augen ihrer Wähler in ein legitimes Instrument für das lokale Überleben gegen etablierte Machtblöcke.

 

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