Samstag, 11. Juli 2026
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Bewerberansturm in Maspalomas: 28 Personen konkurrieren um eine einzige Stelle als Gemeindearbeiter.

Bewerberansturm in Maspalomas: 28 Personen konkurrieren um eine einzige Stelle als Gemeindearbeiter.

Gara Hernández - M24h Freitag, 19. Juni 2026

Zahlen verraten manchmal mehr durch das, was sie verbergen, als durch das, was sie zeigen. Die jüngste Mitteilung der Personalabteilung von San Bartolomé de Tirajana, unterzeichnet von Stadträtin María Elena Álamo, spiegelt statistisch eine unbestreitbare soziale Realität wider: die verzweifelte Suche nach Arbeitsplatzsicherheit im Zentrum des Tourismus auf Gran Canaria. Das Rathaus hat die Liste der angenommenen Bewerber für eine einzige freie Stelle als Hilfsarbeiter veröffentlicht. Für diese eine Stelle gingen bei der Personalabteilung sage und schreibe 28 Bewerbungen ein, was bedeutet, dass 96 % der Bewerber in einem strengen Auswahlverfahren ausscheiden werden.

Die unverhältnismäßig hohe Anzahl an Bewerbern (28 Kandidaten für eine einzige ungelernte Stelle) verdeutlicht ein wirtschaftliches Paradoxon in der südlichen Region. Während die großen Hotel- und Dienstleistungsverbände im Süden der Insel immer wieder die Schwierigkeiten bei der Personalsuche und der Besetzung ihrer Stellen für die Sommersaison 2026 betonen, zeigt die massive Resonanz auf diese öffentliche Stellenausschreibung, dass das Problem nicht im Mangel an Arbeitssuchenden liegt, sondern vielmehr in den angebotenen Bedingungen. Angesichts der Volatilität, der Saisonalität und der Schichtarbeit im privaten Gastgewerbe wird eine Hilfsarbeiterstelle im Rathaus – obwohl sie die niedrigste Stufe der Verwaltung darstellt (AP Group) – dank der Stabilität des öffentlichen Sektors als Glücksfall betrachtet.

Der Wettbewerb wird hart sein. Von den 28 Bewerbern hat die Behörde bereits zwei aussortiert, weil sie die erforderlichen Unterlagen nicht unterschrieben oder eingereicht hatten. Somit stehen 26 Arbeitnehmer auf der Liste der ausgewählten Kandidaten. Diese 26 Bewerber müssen nun eine Gebühr von 30 Euro (bzw. 15 Euro, wenn sie nachweisen können, dass sie seit mehr als einem Jahr arbeitslos sind – ein Rabatt, der die prekäre Lage vieler von ihnen verdeutlicht) entrichten, um an einer anspruchsvollen Auswahlprüfung teilnehmen zu dürfen. Männer und Frauen aus der Region werden in schriftlichen Prüfungen und praktischen Tests um den einzigen unbefristeten Arbeitsvertrag konkurrieren. Dies zeigt, dass sich der Traum von einem sicheren Arbeitsplatz im Süden Gran Canarias durchaus lohnt – selbst wenn man sich gegen 25 andere Bewerber um eine Putzschaufel und einen Putzeimer behaupten muss.

 

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