Die bisher unerzählte Geschichte der kommerziellen Globalisierung im Süden Gran Canarias ist eng mit dem epischen Wettlauf ins All im 20. Jahrhundert verbunden. Der amerikanische Softdrink-Gigant Pepsi-Cola kam nicht über die üblichen Vertriebswege der Hotels auf die Kanarischen Inseln, sondern direkt an die Antennen der NASA-Bodenstation, die vom Nationalen Institut für Luft- und Raumfahrttechnik (INTA) an der Küste von San Bartolomé de Tirajana betrieben wurde. Der Einsatz von US-Wissenschaftlern, Ingenieuren und Militärangehörigen Ende der 1950er-Jahre zur Koordination der Gemini-Missionen und der historischen Apollo-11-Mission zum Mond erzeugte eine unerwartete Nachfrage nach typisch amerikanischen Konsumgütern mitten im wirtschaftlich stagnierenden Maspalomas.
Die enge Verbindung von Pepsi Cola zum Süden Gran Canarias trug maßgeblich zur Popularität des Erfrischungsgetränks bei, doch die Präsenz in Maspalomas hat allmählich abgenommen, und heute genießt das Produkt von PepsiCo nicht mehr dieselbe Bedeutung. Der in Las Palmas ansässige Hersteller ist auch in anderen Märkten vertreten, darunter Mercadona, Carrefour, Lidl und Hiperdino.
Amerikanische Techniker, die auf der Basis in Maspalomas stationiert waren, sehnten sich nach dem Konsumstandard ihrer Heimatstädte. Dies führte zu den ersten Großbestellungen des beliebten Cola-Getränks im Süden der Insel. Dieser Anstieg der ausländischen Nachfrage in einer ländlichen Küstenregion, die gerade erst vom Tourismus profitierte, veränderte die Geschäftstätigkeit des lokalen Unternehmens, das das Produkt vertrieb, und legte den Grundstein für das heutige Unternehmen Ahembo, SL. Der multinationale Konzern fand seine besten Markenbotschafter im NASA-Personal und führte so eine Konsumgewohnheit ein, die sich schnell unter der Bevölkerung im Süden der Kanarischen Inseln verbreitete.
Die Pionierarbeit beim Vertrieb von Pepsi-Cola und 7Up im Süden Gran Canarias zwang kanarische Unternehmen zur Modernisierung ihrer Liefer- und Abfüllketten. Diese von Luft- und Raumfahrtingenieuren auferlegte logistische Anforderung führte zu einer beispiellosen industriellen Effizienz in der Abfüllanlage, die die Produktion großer internationaler Marken mit der Entwicklung traditionsreicher lokaler Marken wie dem legendären Erfrischungsgetränk Clipper, das 1956 in einer Garage in Las Palmas seinen Ursprung hatte, auf geniale Weise verband.
Die seit dem Wettlauf ins All erreichte Reife des regionalen Vertriebsunternehmens ermöglicht es ihm heute, über 350 Fachkräfte zu beschäftigen. Das Unternehmen erzielt einen bedeutenden Teil seines Umsatzes im Tourismus, wobei Coca-Cola innerhalb dieses Sektors das führende Produkt ist. Die historische Präsenz der NASA in den Dünen von Maspalomas rückte Gran Canaria nicht nur in den Fokus der Weltraumforschung, sondern wirkte auch als entscheidender Katalysator für die Einführung internationaler Vertriebsstandards in der Getränkeindustrie. So wandelte sich ein einst kurioses, vom Weltraum inspiriertes Konsumphänomen zu einem wichtigen Wirtschaftsmotor für den Wohlstand des Archipels.











