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Red Eléctrica enteignet im Süden von Gran Canaria: Übernimmt die Kontrolle über Land mit 4 Millionen

Red Eléctrica enteignet im Süden von Gran Canaria: Übernimmt die Kontrolle über Land mit 4 Millionen

Gara Hernández - M24h Dienstag, 05. Mai 2026

 

Die Errichtung des neuen 66-kV-Umspannwerks Mogán rückt Red Eléctrica de España (REE) in den Mittelpunkt einer umfassenden Enteignungsmaßnahme im Süden Gran Canarias. Mit einem Budget von 3.912.449 € will das nationale Elektrizitätsunternehmen die Stabilität des Stromnetzes im wichtigsten Wirtschaftsmotor der Insel durch eine GIS-Anlage mit Doppelsammelschiene sichern. Die Generaldirektion für Energie hat die Erklärung des öffentlichen Interesses aktiviert, ein Rechtsinstrument, das REE das Recht auf die sofortige Inbesitznahme einer Vielzahl privater Vermögenswerte und strategisch wichtiger öffentlicher Flächen einräumt.

Die behördliche Maßnahme beeinträchtigt unmittelbar das Vermögen großer Landbesitzer im Tourismussektor. Unternehmen wie Puerto Rico SA, SA Investaurito und Unión Guanche Catalana gehören zu den Betroffenen; ihre Grundstücke unterliegen nun Dienstbarkeiten und Sicherheitszonen für den Verlauf der Stromleitung. Die Trasse verändert nicht nur Privateigentum; der Inselrat von Gran Canaria verliert den vollen Zugang zu Wasserwegen in wichtigen Schluchten wie Mogán, Tauro und El Cura, während für die Stadtverwaltung von Mogán wichtige öffentliche Straßen für die lokale Mobilität beeinträchtigt werden.

Parallel dazu befasst sich ein zweiter Vertrag im Wert von 143.165 € (AT25/003) mit der Kapillarinfrastruktur des Projekts. Diese technischen Arbeiten umfassen die Umstellung von Freileitungen auf Erdkabel und die Errichtung von Umspannwerken für die Hilfseinrichtungen des Hauptumspannwerks. Wie das 66-kV-Kraftwerk wird auch dieses ergänzende Projekt durch das Elektrizitätsgesetz gefördert, um den Erwerb von Wegerechten zu erzwingen und einen Energiekorridor zu sichern, der durch unproduktives Land, Weiden und bewässerte Obstgärten verläuft, die sich im Besitz der Erben alteingesessener Familien der Insel befinden.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den Betroffenen eine 30-tägige Frist eingeräumt, um die Akten einzusehen und Einwände zu erheben, bevor die Besetzung unumkehrbar wird. Dieses Zeitfenster ist die letzte Möglichkeit für zahlreiche Grundstückseigentümer – darunter Erben der Familie Del Castillo und Unternehmen wie Destreza Global –, deren Grundstücke durch die Doppelstromleitungen Arguineguín-Mogán und Santa Águeda-Mogán zersplittert werden. Das Ausmaß des Projekts mit Gesamtkosten von über vier Millionen Euro für beide Phasen bestätigt die Priorität des Staates, das südliche Stromnetz auf Kosten des Landbesitzes zu stärken.

 

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