Mittwoch, 20. Mai 2026
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Der Süden Gran Canarias verliert seinen Schutzschild: Ein Einbruch der Zahl wiederkehrender Touristen bedroht die Rentabilität des Unternehmens.

Der Süden Gran Canarias verliert seinen Schutzschild: Ein Einbruch der Zahl wiederkehrender Touristen bedroht die Rentabilität des Unternehmens.

Gara Hernández - M24h Montag, 04. Mai 2026

 

Die Tourismusbranche im Süden Gran Canarias sieht sich mit einer besorgniserregenden Schwächung ihrer strategisch wichtigsten Säule konfrontiert: der Besucherbindung. Prognosen für 2025 zeigen, dass die Zahl der wiederkehrenden Touristen im dritten Quartal drastisch auf 55,4 % gesunken ist. Dies entspricht einem Rückgang um 15,1 Prozentpunkte gegenüber den starken 70,5 % zu Jahresbeginn und verdeutlicht die gravierende Unfähigkeit, Reisende während der Sommersaison zu binden.

Das Profil der langjährigen, „treuen“ Besucher zeigt ebenfalls Anzeichen struktureller Erschöpfung. Der Anteil der Touristen mit mehr als zehn vorherigen Besuchen auf Gran Canaria hat sich im letzten Sommer fast halbiert und ist von 14,7 % im ersten Quartal auf magere 8,4 % im dritten gesunken. Dieser Trend spiegelt sich im gesamten Archipel wider: Die Zahl der wiederkehrenden Besucher der Kanarischen Inseln ging im gleichen Zeitraum von 77,8 % auf 63,4 % zurück und erreichte damit den niedrigsten Wert des gesamten Jahres.

Diese Distanzierung fällt mit einem Rückgang der Wertschätzung des Aufenthalts während der Hauptreisezeiten zusammen.

Laut ISTAC erreichte der Anteil der Touristen, die ihren Aufenthalt als „schlechter oder viel schlechter als erwartet“ bewerteten, im dritten Quartal mit 3,7 % einen Höchststand im Jahresvergleich. Als direkte Folge dieser Unzufriedenheit sank die Rückkehrabsicht auf die Kanarischen Inseln auf den niedrigsten Wert des Jahres: 8,54 von 10 Punkten gegenüber 8,85 im ersten Quartal.

Der Rückgang der Kundentreue wirkt sich unmittelbar auf die Rentabilität von Unterkünften im Süden aus und fällt mit einer geringeren Kaufkraft der Besucher zusammen. In dem Zeitraum, in dem die Zahl der Stammgäste ihren Tiefststand erreichte, sank der Anteil der Touristen mit einem Jahreseinkommen von über 75.000 € auf 25,4 %, während der Anteil derjenigen mit einem Einkommen unter 25.000 € mit 16,0 % seinen Höchststand erreichte. Der Süden der Insel steht somit vor der Herausforderung, seine langjährige Kundschaft in einem Umfeld wachsender Unzufriedenheit und sinkender Unterkunftspreise zurückzugewinnen.

 

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