Die Tourismuszahlen für das erste Quartal 2026 auf Gran Canaria verdeutlichen einen alarmierenden Rückgang im Inland, der das Wachstum des internationalen Segments in den Schatten stellt. Die Ankünfte von Kanarierbewohnern sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,1 % eingebrochen, ein Rückgang, der bei Übernachtungen mit einem drastischen Minus von 16,1 % noch deutlicher ausfällt. Dieser negative Trend setzt sich auch auf dem spanischen Festland fort, wo die Besucherzahlen um 8,1 % und die Buchungen von Hotels und anderen Unterkünften um mehr als 10 % zurückgingen.
Der Nicht-Hotel-Beherbergungssektor der Insel weist die besorgniserregendsten Indikatoren im Bericht auf. Die Gesamtzahl der Übernachtungen in diesem Segment ist um 4,2 % gesunken, was vor allem auf einen Rückgang der Aufenthalte von Kanarischen Inselbewohnern um 25,9 % zurückzuführen ist. Auch der internationale Markt im Nicht-Hotel-Sektor kann mit diesem Rückgang kaum Schritt halten: Die Übernachtungen sanken um 3,6 %, was einem Nettoverlust von mehr als 79.000 Übernachtungen in nur drei Monaten für diese Unterkunftsart entspricht.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer, ein wichtiger Indikator für die Rentabilität des Reiseziels, zeigt in allen Segmenten Anzeichen struktureller Schwäche. Touristen auf den Kanarischen Inseln haben ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer um 16,1 % verkürzt und verbringen nun im Schnitt nur noch 3,2 Tage auf dem Land. Dieser Rückgang ist im Nicht-Hotel-Sektor besonders stark ausgeprägt und sank dort insgesamt um 0,5 Prozentpunkte. Dies ist auf den Rückgang im internationalen Markt und eine Verkürzung der Aufenthaltsdauer von Kanarischen Inselbewohnern um einen Tag zurückzuführen.
Die Analyse der Binnenmärkte zeigt deutlich den Konsumrückgang. Der Rückgang der Reisenden vom spanischen Festland hat die Gesamtzahl der Besucher der Insel zu Jahresbeginn um 5.667 reduziert. Dieser Rückgang im Inlands- und Regionaltourismus führt zu einer Lücke bei den Auslastungsraten, die der leichte Anstieg des internationalen Marktes um 3,4 % nicht ausgleichen kann. Die Gesamtzahl der Übernachtungen liegt zum Quartalsende mit einem Minus von 0,4 % im negativen Bereich.











