Dienstag, 19. Mai 2026
Maspalomas24h
Seit 33 Jahren gab es keinen Präsidenten des Arbeitgeberverbandes von Las Palmas, der aus Maspalomas stammt.

Seit 33 Jahren gab es keinen Präsidenten des Arbeitgeberverbandes von Las Palmas, der aus Maspalomas stammt.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Mittwoch, 29. April 2026

 

Der Arbeitgeberverband der Kanarischen Inseln (CCE) hat offiziell den Countdown für seinen Führungswechsel eingeleitet. In einer Vorstandssitzung, die von der Wechselwirkung zwischen makroökonomischer Analyse und den internen Abläufen des Verbandes geprägt war, gab Präsident Pedro Ortega grünes Licht für die Eröffnung des Wahlprozesses, der die zukünftige Führung des Verbandes bestimmen wird. Die Geschichte des CCE ist untrennbar mit den Persönlichkeiten verbunden, die im Süden der Insel den Dialog zwischen dem Tourismussektor und der Verbandsführung förderten. Im aktuellen Kontext der Erneuerung der CCE-Führung erscheint der kürzlich verstorbene Alberto Isasi als die historische Verkörperung des „Maspalomas-Geistes“ im Bereich der Unternehmensführung.

Isasi, von Beruf Handelsschiffoffizier und von Berufung Hotelmanager, verkörperte eine Ära, in der Tourismusmanagement und bürgerschaftliches Engagement Hand in Hand gingen. Seine Karriere war eng mit der von Alejandro del Castillo, Graf von Vega Grande, verbunden, der ihn nicht nur für die Leitung des legendären Hotel Oasis engagierte, sondern ihn auch unter dem Banner der Gewerkschaft Dritte in die Politik einführte. Seine Tätigkeit als Stadtrat in San Bartolomé de Tirajana, sowohl in den 70er Jahren unter Francisco Araña del Toro als auch in den 80er Jahren unter der CDS-Partei, prägte sein Profil als Verwaltungsbeamter mit einer Vision aus der Privatwirtschaft.

Seine Ernennung zum Präsidenten des Arbeitgeberverbandes der Kanarischen Inseln im Jahr 1993, initiiert vom Hotel- und Tourismusverband von Las Palmas (FEHT), markierte einen Meilenstein für den Arbeitgeberverband in Las Palmas. Während seiner Amtszeit (1993–1995) wandte Isasi das im Dienstleistungssektor geltende Leitprinzip des Konsens als Managementinstrument an. In einer Organisation, die oft von sektoralen Spannungen geprägt war, ist seine Präsidentschaft für seine Fähigkeit, Brücken zu bauen, und für seinen eleganten Ansatz, den er aus dem Süden mitbrachte, um den Norden zu befrieden, in Erinnerung geblieben.

Als Gründer des Lions Clubs Maspalomas reicht sein Vermächtnis weit über die Aufzeichnungen des Handelsregisters hinaus. Während sich der Wirtschaftsverband der Kanarischen Inseln (CCE) auf seine Wahlen am 30. Juni 2026 vorbereitet, erinnert das Andenken an Alberto Isasi an die Bedeutung der Tourismusgebiete für die Entscheidungsprozesse in der Hauptstadt. Sein Wechsel von den Brücken der Schiffe in die Aufsichtsräte und Stadtratssitzungen prägte ihn als „Mann des Konsenses“, den der Wirtschaftsverband der Kanarischen Inseln heute, inmitten der Turbulenzen um das Wirtschafts- und Finanzregime (REF) und die Energiekosten, erneut als Vorbild anführt.

Die Machtverhältnisse innerhalb der Handelskammer von Las Palmas stehen vor einer strategischen Neuausrichtung. Die Möglichkeit, dass ein Vertreter des Tourismussektors den Vorsitz des Arbeitgeberverbandes der Provinz übernimmt, ist in den Machtkreisen der Inseln ein immer wiederkehrendes Thema, da der Tourismus einen dominanten Anteil am regionalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat und rund 35 % zum direkten Wohlstand beiträgt.

Historisch gesehen hat die Präsidentschaft der CCE ein konsensorientiertes Profil angestrebt, das die Interessen traditionell starker Sektoren wie Bauwesen, Hafenlogistik und Handel sowie des Tourismus selbst ausgleicht. Der zunehmende Druck in Bezug auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Herausforderungen des Biodiversitätsgesetzes haben jedoch den politischen Einfluss der Tourismusverbände, insbesondere des Hotel- und Tourismusverbandes von Las Palmas (FEHT), gestärkt.

Das aktuelle Szenario für 2026, geprägt von der Verwaltung europäischer Fördermittel und dem Bedarf an einer einheitlichen Position mit der Regierung der Kanarischen Inseln in Bezug auf Infrastruktur und Steuern, verschafft den Akteuren der Tourismusbranche eine starke Position. Die Branche fordert eine Vertretung, die nicht nur die aktuelle Situation bewältigt, sondern auch die Transformation des Produktionsmodells vorantreibt. Die Wahl eines Präsidenten mit Tourismuserfahrung würde ein klares Signal an die Märkte und die Verwaltung hinsichtlich der Prioritäten der Wirtschaftsagenda der Provinz senden.

Die endgültige Entscheidung hängt von den internen Allianzen der verschiedenen Verbände ab. Obwohl der Tourismussektor über den nötigen Einfluss und die erforderliche Führungskompetenz verfügt, um diese Position zu besetzen, wirken die Tradition des wechselnden Führungswechsels und das Gewicht des Hafens von La Luz in den Wahlprozessen des Arbeitgeberverbandes oft als Gegengewicht. Die Debatte dreht sich nicht nur um Namen, sondern darum, ob der Tourismus über seine Rolle als Wirtschaftsmotor hinaus auch die institutionelle Führung der Unternehmensorganisation übernehmen soll.

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