Die Staatsanwaltschaft hat beim Provinzgericht Anklage gegen einen Mann wegen eines mutmaßlichen Sexualdelikts in der Gemeinde Santa Lucía de Tirajana erhoben. Die Anklageschrift, die auf ein Verfahren vor dem Gericht Nr. 1 von San Bartolomé de Tirajana zurückgeht, schildert Ereignisse, die bis in den Sommer 2018 zurückreichen. Laut Staatsanwaltschaft näherte sich der Beschuldigte einem 12-jährigen Mädchen im Haus der Familie ihres Bruders, berührte sie unsittlich und beging Handlungen, die darauf abzielten, ihre sexuelle Integrität zu verletzen.
Die Anklage hebt hervor, dass das 2005 geborene Opfer aufgrund der Ereignisse im Süden Gran Canarias spezialisierte psychologische Betreuung benötigt. Die rechtliche Einordnung ordnet die Taten gemäß der seit Juli 2015 geltenden Reform dem Artikel 183.4 des Strafgesetzbuches zu, der sexuelle Übergriffe gegen Minderjährige unter 16 Jahren unter Strafe stellt. Die Staatsanwaltschaft sieht keine mildernden oder erschwerenden Umstände und bezeichnet den Angeklagten als den unmittelbaren und alleinigen Täter.
Die geforderten Strafen sind hart und spiegeln die Schwere der im Kontext familiären Vertrauens begangenen Verbrechen wider. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine fünfjährige Haftstrafe sowie ein fünfjähriges Berufsverbot für alle Berufe, die den Kontakt mit Minderjährigen beinhalten. Darüber hinaus beantragt sie eine einstweilige Verfügung, die jegliche Kommunikation mit dem Opfer oder Annäherung an dieses im Umkreis von 500 Metern für die Dauer von zehn Jahren untersagt, sowie eine fünfjährige Bewährungszeit nach Verbüßung der Haftstrafe.
Hinsichtlich der zivilrechtlichen Haftung fordert die Staatsanwaltschaft 10.000 € Schadensersatz für das erlittene seelische Leid. Dieser Betrag würde sich um die gesetzlichen Zinsen gemäß Zivilprozessordnung erhöhen. Der Fall wird nun vor dem Provinzgericht verhandelt, wo über die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Angeklagten entschieden wird. Dieses Verfahren unterstreicht die Bedeutung der richterlichen Aufsicht zum Schutz von Minderjährigen in den südöstlichen und südlichen Regionen der Insel.











