Mittwoch, 13. Mai 2026
Maspalomas24h
Die Hotelpreise im Süden von Gran Canaria übersteigen 200 Euro in einer umsatzstarken Saison.

Die Hotelpreise im Süden von Gran Canaria übersteigen 200 Euro in einer umsatzstarken Saison.

Gara Hernández - M24h Freitag, 24

Die Hotellerie im Süden Gran Canarias hat das Jahr mit einer trotz der Volatilität des europäischen Marktes stabilen Preisentwicklung abgeschlossen. Die Leistungsdaten zeigen einen kontinuierlichen Anstieg des durchschnittlichen Übernachtungspreises, der von 135 € im Mai auf über 200 € in der Wintersaison kletterte. Der Umsatzrekord wurde im November mit durchschnittlich 208 € erzielt und stabilisierte sich gegen Ende des ersten Quartals bei 202 €, was einem Anstieg von 7 € pro Zimmer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Der Hotelbestand hat sich leicht erweitert und umfasst aktuell 100 Häuser gegenüber 94 im Vorjahr. Die Marktsegmentierung zeigt eine starke Konzentration im Vier-Sterne-Segment mit 53 Hotels, gefolgt von Drei-Sterne-Hotels mit 28 Einheiten. Das Luxussegment, vertreten durch 12 Fünf-Sterne-Hotels, ist der Haupttreiber im mittleren Preissegment, während das Ein- und Zwei-Sterne-Angebot mit insgesamt nur 7 Häusern eine untergeordnete Rolle spielt.

Die durchschnittliche Auslastung lag im letzten Monat bei soliden 78 % und übertraf damit leicht die 77 % des Vorjahresmonats. Die Saisonanalyse zeigt ein atypisches Verhalten in den Sommermonaten: Im August erreichte die Auslastung einen Höchststand von 86 %, gefolgt von einer leichten Korrektur im Herbst und Winter. Der Dezember markierte mit einer durchschnittlichen Auslastung von 74 % den Tiefpunkt, obwohl der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) aufgrund der während der Feiertage angewandten Premium-Preisstrategie weiterhin hoch blieb.

Die Kundenzufriedenheit erreichte einen Durchschnittswert von 8,50 von 10 Punkten und blieb damit nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreswert von 8,51. Das Personal blieb für die Touristen das wertvollste Gut und erzielte eine Bewertung von 9,13. Die Wahrnehmung des Preis-Leistungs-Verhältnisses erwies sich hingegen mit 8,28 als der wichtigste Indikator und spiegelte den Druck wider, den steigende Preise auf die Erwartungen der Endverbraucher ausübten.

Service und Lage weisen weiterhin solide Werte über 8,50 auf, während Komfort und Sauberkeit mit 8,80 bzw. 8,84 Punkten nahezu herausragend sind. Dieses Szenario steigender Preise bei gleichzeitig inflationsstabilen Auslastungsraten stärkt die finanzielle Position des Beherbergungsgewerbes der Insel, trotz einer leichten Verschlechterung der wahrgenommenen Kostenwettbewerbsfähigkeit. Die Branche scheint den Übergang zu einem höherwertigen Geschäftsmodell erfolgreich vollzogen zu haben, bei dem der Kundenservice die gestiegenen Übernachtungskosten ausgleicht.

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