Mittwoch, 13. Mai 2026
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Die Tortur für El Tablero: die von der Verlegung von Stromleitungen unter die Erde betroffenen Gebiete im Süden von Gran Canaria

Die Tortur für El Tablero: die von der Verlegung von Stromleitungen unter die Erde betroffenen Gebiete im Süden von Gran Canaria

Gara Hernández - M24h Mittwoch, 22. April 2026

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den Weg für die neue Stromleitung im Süden Gran Canarias freigemacht. Das 10 Kilometer lange Infrastrukturprojekt verbindet die Umspannwerke Santa Águeda und El Tablero. Der Beschluss der Generaldirektion für Umweltqualität vom April 2026, der Maspalomas24H vorliegt, beendet fast ein Jahrzehnt technischer und gesellschaftlicher Hürden und genehmigt die als „Alternative 4“ bekannte Trasse. Diese sieht vor, die Hochspannungsmasten in sensiblen Gebieten durch eine weitgehende Verlegung der Leitungen unter die Erde zu ersetzen. Dadurch wird zwar die Skyline geöffnet, der Schwerpunkt der Bauarbeiten verlagert sich jedoch in das Stadtzentrum von San Bartolomé de Tirajana.

Das Wohngebiet El Tablero ist von der Bauphase dieses Projekts der Red Eléctrica de España (REE) am stärksten betroffen. Der Umweltverträglichkeitsbericht beschreibt detailliert die Öffnung von Gräben in wichtigen Verkehrsadern wie der Rua Dr. Agustín Millares Carló, der Avenida Francisco Vega Monroy sowie den Ruas Chile und Cartago. Der Stadtrat von San Bartolomé de Tirajana hat sich gegen den unterirdischen Abschnitt ausgesprochen und vor den zu erwartenden Verkehrsbehinderungen durch Sperrungen auf Hauptstraßen und an den Anschlussstellen der GC-1 nach Sonneland gewarnt. Dies werde die Mobilität in dem dicht besiedelten Touristengebiet beeinträchtigen.

Die öffentliche Gesundheit hat sich mit einem Bericht des Gesundheitsdienstes der Kanarischen Inseln in die technische Debatte eingeschaltet. Dieser warnt vor einer erhöhten Belastung der Anwohner durch Lärm, Vibrationen und Gase während der Bauphase. Obwohl Vorschriften gewährleisten, dass elektromagnetische Felder innerhalb der zulässigen Grenzwerte bleiben, betont die Gesundheitsbehörde die optischen Beeinträchtigungen während der Betriebsphase und die Bedenken der Anwohner in Gebieten wie Pedrazo Bajo. Die Strategie der unterirdischen Verlegung der Leitungen zielt darauf ab, diese Beschwerden zu mindern und die Freileitungen für kritische Infrastruktur, die frühere Pläne zum Scheitern gebracht hatten, endgültig zu vermeiden.

Die neue Planung behebt die Problembereiche, die 2019 zur Aufgabe des ursprünglichen Projekts führten. Die Kabel verlaufen nun nicht mehr über die Anita-Conrad-Schule und beeinträchtigen auch nicht mehr die Grundstücke von Maspalomas Golf und Satga Investments, deren Pläne für einen neuen Golfplatz mit den Freileitungen kollidierten. Darüber hinaus wird die vom Raumfahrtzentrum Maspalomas (INTA) festgelegte 200-Meter-Sperrzone eingehalten. Diese technische Genehmigung hat die Standortwahl der Freileitungsmasten im Gebiet Lomo de Santa Águeda beeinflusst, wo die Trasse noch immer durch Wolfsmilch-Gebüsch verläuft.

Der Bau der Stromleitung Santa Águeda-El Tablero 2 ist durch die dringende Notwendigkeit gerechtfertigt, das Stromnetz der Insel angesichts des steigenden Bedarfs und der Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks Salto de Chira zu stabilisieren. Die Infrastruktur dient als notwendiges Transportsystem zur Integration erneuerbarer Energien im Süden, auch wenn dies die Industrialisierung des urbanen Untergrunds zur Folge hat. Der Inselrat von Gran Canaria hat seine Zustimmung an eine strenge archäologische Überwachung geknüpft, da die Ausgrabungen möglicherweise Kulturgüter in einem ethnografisch sensiblen Gebiet beeinträchtigen könnten.

 

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